Make

Der sichtbare Baukasten für Abläufe — verlangt mehr Einarbeitung, gibt mehr Kontrolle

Dafür kannst du es nutzen

Programme miteinander verbinden

Was in einem Werkzeug passiert, löst im nächsten etwas aus — ohne dass jemand es abtippt

Abläufe zeichnen statt beschreiben

Du ziehst die Schritte als Kette auf eine Fläche und siehst, wohin die Daten wandern

Listen der Reihe nach abarbeiten

Hundert Zeilen aus einer Tabelle durchlaufen lassen, jede mit demselben Ablauf

Entscheidungen einbauen

Der Ablauf teilt sich — Bestellungen über 1.000 Euro gehen einen anderen Weg als kleine

Fehler abfangen

Für den Fall, dass ein Schritt scheitert, legst du selbst fest, was dann passieren soll

Sprachmodelle einhängen

Ein KI-Schritt mitten im Ablauf, der etwa eine Kundenmail einsortiert oder zusammenfasst

Zeitpläne setzen

Der Ablauf startet jede Nacht um drei, stündlich, oder sobald ein bestimmtes Ereignis eintritt

Kosten und Grenzen

Free

0 $

Ausprobieren, mit 1.000 Credits im Monat

Core

ab 9 $ im Monat

Der Einstieg für eine einzelne Person

Pro

ab 16 $ im Monat

Mehr Tempo und mehr Werkzeuge für regelmäßige Arbeit

Teams

ab 29 $ im Monat

Ab mehreren Personen: gemeinsame Abläufe und Rechte

Enterprise

auf Anfrage

Große Häuser mit eigenen Sicherheitsauflagen

Stand der Preise: 23. August 2026, in US-Dollar, bei jährlicher Zahlung und für 10.000 Credits im Monat. Wer mehr Credits braucht, zahlt mehr; monatliche Zahlung kostet rund 15 Prozent Aufschlag. Preise ändern sich häufiger als dieses Blatt — im Zweifel beim Anbieter nachsehen.

Darauf musst du achten

Du zahlst nach Credits, nicht nach Zeit.

Jede Aktion, die ein Ablauf ausführt, kostet in der Regel einen Credit — ein Ablauf über hundert Tabellenzeilen kostet also das Hundertfache eines einzelnen Laufs. Wer das nicht vorher überschlägt, wird von der Rechnung überrascht.

Die Preisseite rechnet in „Credits“.

Ältere Anleitungen und Vergleiche im Netz sprechen von „Operations“ — gemeint ist dasselbe: eine einzelne Aktion innerhalb eines Ablaufs. Wer alte Rechenbeispiele liest, rechnet also mit demselben Ding unter altem Namen.

Die Einarbeitung ist echt.

Wer aus Zapier kommt, braucht ein paar Abende, bis die Fläche selbstverständlich wird — dafür kann man danach Dinge, die dort nicht gehen.

Fehler musst du selbst einplanen.

Ohne eine hinterlegte Regel für den Fall, dass ein Schritt scheitert, hört ein Ablauf still auf zu arbeiten, und niemand merkt es, bis etwas fehlt.

Eine europäische Umgebung gibt es.

Der Anbieter stellt ein Rechenzentrum in der EU und einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit; bei personenbezogenen Daten gehört beides vor dem ersten Ablauf geklärt, nicht danach.

Für wen es passt

Passt, wenn

Wer Abläufe zwischen mehreren Programmen bauen will und bereit ist, sich ein Wochenende lang einzuarbeiten. Wer Verzweigungen, Wiederholungen und ein sauberes Verhalten im Fehlerfall braucht — also alles, was über „wenn eine Mail kommt, schreib eine Zeile in die Tabelle“ hinausgeht. Und vor allem: Wer ein vorhersagbares Ergebnis will. Ein Ablauf in Make macht bei jedem Lauf dasselbe. Das ist der Unterschied zu den Werkzeugen, die mit „KI-Agenten“ werben und bei jedem Lauf neu entscheiden — und in vielen Fällen ist genau diese Langweiligkeit der Vorteil.

Eher nicht, wenn

Wer genau einen einfachen Handgriff automatisieren will — dafür ist Zapier in einer Stunde eingerichtet und Make ein Umweg. Wer ein Werkzeug sucht, das mitdenkt und unerwartete Fälle selbst löst: Make führt aus, was du festgelegt hast, und nichts sonst. Und wer nicht abschätzen kann, wie oft ein Ablauf laufen wird — die Rechnung wächst mit der Zahl der Schritte, nicht mit der Zahl der Abläufe.

Ähnliche Tools

So legst du los

  1. Auf make.com ein kostenloses Konto anlegen — 1.000 Credits im Monat reichen zum Ausprobieren

  2. Ein fertiges Szenario aus der Vorlagensammlung öffnen und laufen lassen, statt vor einer leeren Fläche zu sitzen

  3. Den ersten eigenen Ablauf klein halten: ein Auslöser, zwei Schritte

  4. Ihn einmal von Hand starten und nach jedem Schritt nachsehen, welche Daten wirklich angekommen sind

  5. Erst danach scharf schalten — und vorher hinterlegen, was passieren soll, wenn ein Schritt scheitert

Zieh den Ablauf von Hand durch, bevor du ihn scharf schaltest.

Make zeigt nach jedem Schritt die tatsächlich übergebenen Daten; dort sieht man Fehler, die im laufenden Betrieb unsichtbar bleiben.

Gib jedem Ablauf einen Namen, den du in sechs Monaten noch verstehst.

„Szenario 14“ sagt dir dann nichts mehr.

Rechne einmal aus, was ein Lauf kostet.

Schritte mal Läufe je Monat — diese eine Zahl entscheidet, ob der Tarif reicht.

Beschränke die ersten Läufe auf wenige Datensätze.

Ein Ablauf, der versehentlich über die ganze Tabelle läuft, verbraucht das Monatskontingent an einem Nachmittag.

Nimm die Vorlagen der Gemeinschaft als Ausgangspunkt.

Sie passen selten genau, sind aber fast immer schneller als eine leere Fläche.