Supabase

Der offene Unterbau für eigene Anwendungen — eine Datenbank, aus der man wieder herauskommt

Dafür kannst du es nutzen

Den Unterbau einer Anwendung stellen

Datenspeicher, Anmeldung, Dateiablage und kleine Serverprogramme aus einer Hand, ohne eigene Server zu betreiben

Daten ablegen und abfragen

Darunter läuft Postgres — die verbreitetste offene Datenbank, die fast jeder Entwickler ohnehin kennt

Die Anmeldung erledigen lassen

Login mit E-Mail und Passwort, mit Einmalcode oder über ein Google-Konto, fertig eingebaut statt selbst gebaut

Festlegen, wer welche Zeile sehen darf

Die Rechteprüfung sitzt in der Datenbank selbst — beim Anbieter heißt sie „Row Level Security“

Dateien ablegen

Bilder, PDFs und Videos, ausgeliefert über ein weltweites Netz, Bilder auf Wunsch automatisch zugeschnitten

Änderungen sofort weiterreichen

Was einer speichert, sehen die anderen im selben Moment, ohne die Seite neu zu laden

Kleine Programme auf dem Server mitlaufen lassen

Sogenannte Edge Functions erledigen, was im Browser nichts zu suchen hat — etwa eine Bestellbestätigung verschicken

Texte für KI durchsuchbar machen

Die Datenbank kann Vektoren speichern, also die Zahlenform, in der KI die Bedeutung von Texten vergleicht

Alles auch selbst betreiben

Der Quellcode ist offen, im Zweifel läuft dasselbe auf einem eigenen Server weiter

Kosten und Grenzen

Free

0 $

Ausprobieren: zwei Projekte, 500 MB Datenbank, 1 GB Dateien, keine Rechenleistung inklusive

Pro

25 $ im Monat je Organisation

Sobald etwas echt läuft: 8 GB Datenbank, 250 GB Datenverkehr, 100 GB Dateien, 10 $ Rechenleistung inklusive

Team

599 $ im Monat

Für Firmen mit Prüfpflichten: SOC 2, ISO 27001, 14 Tage Sicherungen zum Zurückspringen

Enterprise

auf Anfrage

Eigene Grenzen, verbindliche Zusagen, benannter Ansprechpartner

Stand der Preise: 24. August 2026, gelesen auf supabase.com/pricing. Der Anbieter rechnet in US-Dollar ab, und die Preise ändern sich häufiger als dieses Blatt — im Zweifel dort nachsehen.

Darauf musst du achten

Der Tarifpreis ist nur die halbe Rechnung.

Abgerechnet wird zusätzlich nach Verbrauch: Datenmenge, übertragene Daten, abgelegte Dateien, angemeldete Nutzer. Was über den Freimengen des Tarifs liegt, kommt obendrauf.

Die Rechenleistung wird je Projekt gesondert berechnet.

Jedes Projekt bekommt seinen eigenen Server, und der kostet ab 10 $ im Monat. Im Pro-Tarif sind 10 $ enthalten — das deckt genau ein Projekt. Ein zweites zahlst du voll, auch wenn kaum jemand es benutzt.

Abgerechnet wird in US-Dollar.

Was am Monatsende auf der Kreditkartenabrechnung steht, hängt am Wechselkurs; die Ausgabengrenze ist im Pro-Tarif ab Werk eingeschaltet und sollte es bleiben.

Im kostenlosen Tarif schläft ein Projekt ein.

Der Anbieter behält sich vor, Projekte mit wenig Betrieb nach sieben ruhigen Tagen zu pausieren; geweckt werden sie von Hand. Zum Ausprobieren reicht das, für etwas Echtes nicht.

Ohne Zugriffsregeln liegen die Daten offen.

Der Anbieter schreibt selbst, dass jeder Client Tabellen ohne eingeschaltete Rechteprüfung lesen und ändern kann. Das ist der häufigste Fehler und gehört vor jedem Livegang kontrolliert.

Für wen es passt

Passt, wenn

Wer eine eigene Anwendung bauen lässt und dafür Datenspeicher, Anmeldung und Dateiablage braucht, ohne Server zu betreiben. Und wer den Unterbau später mitnehmen können will: Es ist eine gewöhnliche Postgres-Datenbank, die bei jedem anderen Anbieter genauso weiterläuft — man kommt hier wieder heraus.

Eher nicht, wenn

Ohne jemanden, der Code schreibt, ergibt es keinen Sinn. Supabase ist Infrastruktur — der Maschinenraum, nicht das Programm; eine Oberfläche für Besucher entsteht davon nicht. Wer nur eine kleine Anwendung will, nimmt besser Lovable, wo der Unterbau schon eingebaut ist. Und wer bloß Daten sammeln und auswerten möchte, ist mit einer Tabelle oder einem Formularwerkzeug schneller.

Ähnliche Tools

So legst du los

  1. Konto anlegen auf supabase.com — ein GitHub-Zugang oder eine E-Mail-Adresse genügt

  2. Ein Projekt anlegen, Region wählen (aus Deutschland heraus Frankfurt) und das Datenbank-Passwort sicher ablegen

  3. Die erste Tabelle im Table Editor anlegen — das geht wie in einer Tabellenkalkulation, ohne eine Zeile Code

  4. Die Zugriffsregeln einschalten, bevor irgendetwas öffentlich erreichbar ist

  5. Die Anwendung anbinden — für die gängigen Programmierumgebungen liegen fertige Startanleitungen bereit

Bleib bei einem Projekt, solange es geht.

Jedes weitere hat seinen eigenen Server und seinen eigenen Preis — eine Testumgebung kostet hier echtes Geld.

Lass die Ausgabengrenze eingeschaltet.

Sie ist im Pro-Tarif ab Werk an und deckelt den Verbrauch, statt still weiterzulaufen.

Geh vor dem Livegang die Prüfliste des Anbieters durch.

Sie steht in der Dokumentation unter „Going into Production“ und nennt Zugriffsregeln, Sicherungen und Grenzwerte.

Lass dir regelmäßig eine Sicherung außerhalb des Dienstes ziehen.

Weil es eine gewöhnliche Postgres-Datenbank ist, geht das — und genau das ist der Beleg dafür, dass du wieder herauskommst.