Lindy

Der KI-Assistent für Postfach und Kalender — beeindruckend, solange jemand mitliest

Dafür kannst du es nutzen

Das Postfach vorsortieren lassen

Mails einordnen, beantworten oder weiterleiten, nach Regeln, die du in normalen Sätzen beschreibst

Termine aushandeln

Der Assistent schreibt hin und her, bis ein Termin steht, und trägt ihn ein

Anfragen bewerten

Neue Interessenten nach deinen Kriterien einsortieren, bevor jemand Zeit hineinsteckt

An Besprechungen teilnehmen

Der Assistent hört in Zoom, Meet oder Teams mit, schreibt mit und verfolgt das Vereinbarte

Telefonieren lassen

Es gibt Assistenten mit Stimme, die Anrufe annehmen oder selbst führen

An bestehende Programme andocken

Über 3.000 Anbindungen, darunter Slack, Gmail, HubSpot und Notion

Mit einer Vorlage anfangen

Fertige Assistenten für Postfach, Termine und Besprechungsnotizen

Kosten und Grenzen

Plus

29,99 $ je Person im Monat

3.000 Credits im Monat

Pro

99,99 $ je Person im Monat

15.000 Credits im Monat

Max

199,99 $ je Person im Monat

35.000 Credits im Monat

Enterprise

auf Anfrage

Anmeldung übers Firmenkonto, Protokolle, Zusagen für Gesundheitsdaten

Stand der Preise: 23. August 2026, in US-Dollar. Bezahlt wird je Person und je Credit, wobei ein Credit die geleistete Arbeit misst. Der Anbieter nennt als Anhalt: alltägliche Aufgaben 2 bis 250 Credits, größere Aufgaben 250 bis 1.000, ein aufwendiger Aufbau bis 2.500. Einen dauerhaft kostenlosen Tarif gibt es nicht; wer über Slack neu dazukommt, hat die erste Woche frei.

Darauf musst du achten

Der Assistent entscheidet selbst — und liegt manchmal daneben.

Das ist der ganze Unterschied zu einem festen Ablauf: Er kommt mit unerwarteten Fällen zurecht und verhält sich dafür bei jedem Lauf ein wenig anders. Für alles, was nach außen geht, gehört ein Mensch dazwischen.

Die Qualität hängt an deiner Anweisung.

Ziel, Tonfall und ausdrückliche Grenzen entscheiden mehr über das Ergebnis als der Tarif — „niemals selbst zusagen“ ist eine solche Grenze.

Credits lassen sich kaum vorhersagen.

Eine Spanne von 2 bis 2.500 Credits je Aufgabe heißt im Klartext: Das Monatskontingent kann eine Woche halten oder drei.

Zum Speicherort der Daten bleibt der Anbieter unbestimmt.

Er nennt DSGVO-Konformität und SOC 2, eine externe Prüfung der Sicherheitsverfahren, und sagt zu, Daten nicht für das Training zu verwenden. Wo die Daten liegen, steht dort nicht — bei Personendaten vorher erfragen.

Postfach und Telefon sind die heikelsten Kanäle.

In beiden kommt ein Fehler unmittelbar bei der Kundschaft an; dort mit Freigabe durch einen Menschen starten und die Freigabe erst nach Wochen lockern.

Für wen es passt

Passt, wenn

Wer allein oder zu zweit arbeitet und Assistenzaufgaben abgeben will, ohne jemanden einzustellen. Wer im Vertrieb oder Kundendienst viele ähnliche, aber nie ganz gleiche Nachrichten bearbeitet — genau dort ist ein Werkzeug, das mitdenkt, einem starren Ablauf überlegen. Wer lieber in Sätzen beschreibt, was passieren soll, als Abläufe zu zeichnen.

Eher nicht, wenn

Wer einen Ablauf hat, der immer gleich ist. Dann sind Make oder Zapier billiger, schneller und vor allem vorhersagbar; ein Assistent, der jedes Mal neu entscheidet, ist dort keine Verbesserung, sondern ein zusätzliches Risiko. Wer nicht bereit ist, in den ersten Wochen jede Antwort gegenzulesen. Wer mit Gesundheits-, Personal- oder Mandantendaten arbeitet, ohne den Speicherort geklärt zu haben.

Ähnliche Tools

So legst du los

  1. Auf lindy.ai ein Konto anlegen

  2. Eine Vorlage wählen — etwa die für die Postfach-Vorsortierung — statt bei Null zu beginnen

  3. Die Anweisung ausformulieren: Was ist das Ziel, in welchem Ton, und was darf der Assistent auf keinen Fall tun

  4. Die Freigabe durch einen Menschen einschalten, bevor der Assistent zum ersten Mal etwas nach außen schickt

  5. Nach zwei Wochen die Protokolle durchsehen und die Anweisung nachschärfen

Schreib die Grenzen auf, nicht nur die Aufgabe.

„Sag niemals einen Termin zu, ohne zu fragen“ verhindert mehr Schaden als jede Formulierungskunst im übrigen Text.

Lass die Freigabe länger an, als du für nötig hältst.

Die Fehler, die zählen, zeigen sich nicht in der ersten Woche.

Gib dem Assistenten Beispiele für gute Antworten.

Zeigen wirkt hier genauso viel stärker als beschreiben wie bei einem Chatbot.

Nimm die Besprechungsnotizen als Einstieg.

Das ist die Aufgabe mit dem geringsten Schaden im Fehlerfall und dem schnellsten sichtbaren Nutzen.

Sieh dir die Credit-Abrechnung nach der ersten Woche an.

Erst dann weißt du, ob der Tarif für euren Zuschnitt passt.