Gumloop

Der Baukasten für Abläufe, in denen vor allem Sprachmodelle die Arbeit machen

Dafür kannst du es nutzen

Sprachmodelle in einen Ablauf hängen

ChatGPT, Claude oder Perplexity sind hier gewöhnliche Bausteine, keine Zusatzausstattung

Webseiten auslesen

Ein eingebauter Browser holt Angaben von Seiten, die keine technische Schnittstelle anbieten

Viele Datensätze am Stück durchrechnen

Tausend Firmennamen nacheinander recherchieren lassen, statt einzeln zu fragen

Kontaktlisten anreichern

Zu einer Liste von Firmen Angaben aus mehreren Quellen zusammentragen

Inhalte in Serie erzeugen

Aus einer Quelle mehrere Fassungen für verschiedene Kanäle

Mit einer Vorlage anfangen

Die Sammlung fertiger Abläufe ist hier der schnellste Einstieg

Kosten und Grenzen

Pro

ab 37 $ im Monat

20.000 Credits, unbegrenzt viele Plätze

Pro, groß gerechnet

bis 1.840 $ im Monat

Bis zu einer Million Credits im Monat

Enterprise

auf Anfrage

Rechteverwaltung, Anmeldung übers Firmenkonto, Protokolle

Stand der Preise: 23. August 2026, in US-Dollar. Der dauerhaft kostenlose Tarif ist im Juli 2026 weggefallen; geblieben ist eine 14-tägige Probezeit im Pro-Tarif, und die gibt es nur bei monatlicher Zahlung. Plätze kosten nichts, bezahlt werden allein die Credits.

Darauf musst du achten

Bezahlt wird nach Credits, und die sind schwer zu schätzen.

Ein Lauf kostet einen Grundcredit plus das, was die einzelnen Schritte verbrauchen — bei Schritten mit Sprachmodellen hängt das an der Textmenge. Vor dem ersten großen Durchlauf lohnt ein Probelauf mit fünf Datensätzen.

Der kostenlose Tarif ist weg.

Wer sich auf ältere Vergleiche im Netz stützt, findet dort einen Gratiszugang, den es seit Juli 2026 nicht mehr gibt.

Der Browser-Baustein ist teuer und wackelig.

Er kann viel, braucht aber Zeit und scheitert an Seiten, die sich wehren — sparsam einsetzen.

Beim Auslesen fremder Seiten gelten Regeln.

Wer die Hinweise einer Website ignoriert oder zu schnell abfragt, wird gesperrt; und rechtlich ist das Gebiet nicht überall so frei, wie es aussieht.

Zum Datenschutz bleibt der Anbieter öffentlich vage.

Auf den frei zugänglichen Seiten steht nichts zu einem Rechenzentrum in Europa — wer personenbezogene Daten hindurchschicken will, muss das vorher erfragen. Das ist bei diesem Blatt die größte Lücke.

Für wen es passt

Passt, wenn

Wer Abläufe baut, in denen das Sprachmodell die eigentliche Arbeit macht — recherchieren, einsortieren, texten. Wer regelmäßig Listen mit hunderten Einträgen durchrechnen lässt und dafür heute Menschen einsetzt. Wer aus Marketing oder Vertrieb kommt, technisch neugierig ist, aber nicht programmiert.

Eher nicht, wenn

Wer nur zwei Programme miteinander verbinden will — dafür sind Zapier und Make einfacher und billiger. Wer ein festes, immer gleiches Ergebnis braucht: Sobald ein Sprachmodell im Ablauf steckt, ist der Ausgang nicht mehr garantiert. Für Rechnungen, Verträge und alles, was stimmen muss, ist die feste Regel die richtige Bauform, nicht das kluge Werkzeug. Und wer nicht bereit ist, die Ergebnisse stichprobenartig nachzulesen, sollte gar nicht erst anfangen.

Ähnliche Tools

So legst du los

  1. Auf gumloop.com ein Konto anlegen — der Pro-Tarif lässt sich 14 Tage testen, allerdings nur bei monatlicher Zahlung

  2. Eine fertige Vorlage öffnen und unverändert laufen lassen, um die Bauform kennenzulernen

  3. Den ersten eigenen Ablauf mit fünf Datensätzen starten, nicht mit fünfhundert

  4. Nachrechnen, was dieser Testlauf gekostet hat, und auf die geplante Menge hochrechnen

  5. Das gewünschte Ausgabeformat früh festlegen, damit die Ergebnisse aller Läufe gleich aussehen

Lies die ersten Läufe von Hand nach.

Ein Sprachmodell irrt sich leise; wer das Ergebnis nicht prüft, merkt den Fehler erst an der Auswertung.

Sag im Baustein genau, in welcher Form du das Ergebnis willst.

„Antworte in höchstens drei Stichpunkten“ spart mehr Nacharbeit als jede Feinjustierung am Modell.

Setz den Browser-Baustein nur ein, wenn es keine andere Quelle gibt.

Er ist der langsamste und teuerste Schritt im ganzen Baukasten.

Bau den Ablauf in Etappen.

Erst zwei Schritte, prüfen, dann erweitern — bei zwölf Schritten auf einmal weiß niemand, welcher schuld ist.

Rechne vor dem großen Durchlauf hoch.

Kosten eines Testlaufs mal Zahl der Datensätze, das ist die Zahl, die zählt.