
#81Wie ein Full AI Studio Filme (fast) ohne Menschen produziert
Intro
In dieser Episode ist Max Penk zu Gast — Mitgründer von Tektite, einem Full-AI-Studio. Im Gespräch geht es darum, wie generative KI die Foto- und Filmwelt verändert: von neuen Produktionsprozessen über Skalierung von Content-Assets bis hin zu den Grenzen heutiger Videomodelle (v.a. Schauspiel & Emotion). Außerdem diskutieren Felix und Max, warum Storytelling wichtiger bleibt als das Tool — und wie man mit dem „AI-Slop“-Backlash umgeht.
Inhaltsübersicht
- Max’ Weg von Filmproduktion & Werbung in die GenAI-Welt (Midjourney/DALL·E Betas)
- Was ein „Full-AI-Studio“ ist — und welche Prozesse dadurch neu gedacht werden
- Case: Burger King „Cheeseburger Nuggets“ als frühes GenAI-Kreativ-Experiment
- Produktion neu gedacht: „Pre-Generation Approval“ statt klassischem PPM
- Skalierung von Kampagnen: aus einer Welt viele Assets/Formate ableiten
- Grenzen & Reaktionen: glaubwürdiges Schauspiel, Emotionen, „AI-Slop“ & Authentizität
Über den Gast
Max Penk ist Mitgründer von Tektite, einem Studio, das Medieninhalte (v.a. Bewegtbild) vollständig KI-generiert produziert. Zuvor war Max viele Jahre in Filmproduktion und Werbung tätig und hat früh mit generativen Modellen experimentiert — von Bild-Tools bis zu Video-Workflows.
Detaillierte Zusammenfassung
Full-AI-Studio: Medienproduktion mit neuen Regeln
Max beschreibt, wie sich Medienproduktion durch GenAI verschiebt: Stills, Video, Stimme/Musik und Sound Design können heute in ganz neuen Produktionsketten entstehen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Tool-Landschaft, sondern vor allem das Prozess-Design — inklusive der Frage, wie viel Kontrolle ein Kunde im Verlauf der Produktion möchte.
Von PPM zu „Pre-Generation Approval“
Statt klassische Pre-Production-Meetings (PPM) Schritt für Schritt an einem Storyboard, Casting und Set-Planung aufzuhängen, beschreibt Max einen schnelleren Ansatz: Nach einem „Pre-Generation Approval“ entsteht direkt ein erster Film-Entwurf, über den dann iterativ Feedback gegeben wird. So wird früher über das Bewegtbild gesprochen — statt über Details, die später im finalen Spot kaum sichtbar sind.
Skalierung: eine Welt, viele Assets
Ein zentraler Vorteil: Wenn eine visuelle Welt (und ggf. ein Charakter) einmal aufgebaut ist, lassen sich daraus sehr effizient weitere Formate ableiten — z.B. Key Visuals, Social Variants, OOH-Motive oder ergänzende Erklärformate. Damit wird Kampagnenarbeit weniger „Silo“ (Film vs. Foto vs. Radio) und stärker eine Plattform, aus der Inhalte abgeleitet werden.
Grenzen heute: Emotion & Schauspiel
Trotz großer Fortschritte bleiben glaubwürdiges Schauspiel und feine Emotionen eine der größten Hürden für GenAI-Video. Max argumentiert, dass filmisches Handwerk (Storytelling, Regie, Schnitt/Rhythmus) weiterhin der entscheidende Differenzierer bleibt — Tools allein erzeugen noch keine guten Geschichten.
Kernaussagen
- Full-AI ist weniger ein Tool-Stack als ein neues Produktionssystem (Prozess + Kontrolle + Iteration).
- Iterationsgeschwindigkeit der Modelle verschiebt Budgets, Timings und Möglichkeiten schneller als klassische Software-Zyklen.
- Skalierung ist ein Kernvorteil: aus einer erzeugten Welt lassen sich viele Formate/Assets ableiten.
- Aktuelle Grenzen liegen v.a. bei Schauspiel/Emotion – deshalb bleibt filmisches Handwerk der Differenzierer.
- Gegen „AI-Slop“ hilft nicht „bessere KI“, sondern besseres Storytelling.
Fazit und Takeaways
Die Folge zeigt, wie stark GenAI die Medienproduktion bereits verändert — und dass der größte Hebel nicht nur in neuen Modellen liegt, sondern in neuen Prozessen (z.B. frühes Arbeiten am bewegten Material) und der Fähigkeit, Welten/Assets konsistent zu skalieren. Gleichzeitig macht Max deutlich: Je einfacher das Generieren wird, desto wichtiger werden Regie, Dramaturgie und handwerkliche Qualität.
Zum Gast: Max Penk



