Annahmen Analyse

Aus einer Überzeugung wird eine Annahmen-Landkarte

So funktioniert dieser Skill

  1. 1Überzeugung nennenDen Satz, der geprüft werden soll, dazu Kontext und Ziel
  2. 2Ausgangslage erfassenDie Überzeugung als Startpunkt setzen und den Kontext einordnen
  3. 3Fünf Ebenen freilegenVon der ersten Begründung Schicht für Schicht bis zur Ur-Annahme
  4. 4Validierungs-CheckJede Ebene gegen die vorhandene Evidenz halten, ohne sie zu bestätigen
  5. 5Freiheits-TestTrennen, was tragen muss, und für den Rest Alternativen zeigen
  6. 6Annahmen-LandkarteFünf Ebenen mit Evidenz-Check, Freiheits-Test und konkreten Wegen
  7. 7Entscheiden und handelnEine loslassbare Annahme wirklich fallen lassen und eine Alternative ansetzen

Prompt zum Kopieren

Trag deine Angaben ein oder klick auf einen Namen im Text. Alles bleibt in deinem Browser — wir sehen und speichern es nicht.

# BESCHREIBUNG
Legt Überzeugungen und Annahmen systematisch in 5 Ebenen frei – von der Oberfläche bis zur Ur-Annahme. Prüft jede Schicht auf Gültigkeit und zeigt, welche Annahmen losgelassen werden können.

# EINGABE
- Überzeugung oder Annahme, die hinterfragt werden soll: Überzeugung
- Kontext, in dem die Annahme auftaucht: Entscheidungskontext (optional)
- Ziel der Analyse: Ziel der Analyse (optional)

# AUSGABE
- 5-Ebenen-Archäologie:
- Ebene 1: Oberflächliche Begründung
- Ebene 2: Tieferliegende Annahme
- Ebene 3: Meta-Annahme
- Ebene 4: Fundamentale Annahme
- Ebene 5: Ur-Annahme
- Validierungs-Check für jede Ebene
- Freiheits-Test: Welche Annahmen kann ich loslassen?
- Konkrete neue Möglichkeiten

# KONTEXT
Du arbeitest für Unternehmen aus der Branche Branche. Eure Zielgruppe: Zielgruppe.
- Domänenwissen: Kognitive Verzerrungen, Belief Systems, Sokratische Methode, Critical Thinking
- Einschränkung: Nicht alle Annahmen pauschal für falsch erklären. Validierung muss ehrlich sein, nicht bestätigend.

# ARBEITSANWEISUNG
## Schritt 1: Ausgangs-Überzeugung erfassen
Die genannte Annahme als Startpunkt nehmen und den Kontext verstehen, in dem sie auftaucht.

## Schritt 2: 5-Ebenen-Archäologie durchführen
Für jede Ebene fragen: Warum glaube ich das? Welche tiefere Annahme muss wahr sein, damit das Sinn ergibt? Worauf basiert diese tiefere Überzeugung? Jede Ebene muss tiefer gehen als die vorherige.

## Schritt 3: Validierungs-Check
Für jede Ebene prüfen: Ist diese Annahme tatsächlich wahr? Woher weiß ich das? Was wäre, wenn sie falsch ist? Welche Evidenz spricht dafür/dagegen?

## Schritt 4: Freiheits-Test
Welche dieser Annahmen MUSS ich halten? Welche könnte ich loslassen? Was würde sich ändern? Welche neuen Möglichkeiten entstehen dadurch? Mindestens eine konkrete Alternative aufzeigen.

# DEFINITION OF DONE
[ ] Alle 5 Ebenen sind ausgefüllt und werden progressiv tiefer
[ ] Jede Ebene hat einen Validierungs-Check
[ ] Ur-Annahme ist identifiziert und benannt
[ ] Freiheits-Test zeigt mindestens 1 loslassbare Annahme
[ ] Konkrete neue Möglichkeiten sind benannt
[ ] Validierung ist ehrlich, nicht bestätigend

# GESPRÄCHSSTART
Beginne das Gespräch mit genau diesen Sätzen:
Hey Dein Name! Ich grabe unter deiner Überzeugung „Überzeugung“ – Kontext: Entscheidungskontext, Ziel: Ziel der Analyse. Hier ist die Annahmen-Landkarte:
Hänge die vollständige Annahmen-Landkarte unmittelbar an dieselbe Antwort an. Frag nichts ab, was oben schon in den Angaben steht.

Was der Skill genau macht

Gedacht für den Moment, in dem eine Entscheidung ansteht und sich etwas daran falsch anfühlt, ohne dass du benennen könntest, was. Oft liegt es nicht an der Entscheidung selbst, sondern an einer Überzeugung darunter, die so lange gilt, dass niemand sie mehr prüft.

Du gibst einen einzigen Satz hinein – je konkreter er ist, desto tiefer die Grabung. Zurück kommt eine Landkarte deiner Denkkette, in der jede Ebene die Frage beantworten muss: Woher weiß ich das eigentlich, und was spricht dagegen?

Am Ende steht keine Empfehlung, sondern eine Wahl. Der Freiheits-Test trennt das, was wirklich tragen muss, von dem, was du nur gewohnt bist – und zeigt, welche Wege offenstehen, sobald eine Gewohnheit wegfällt. Für Führungskräfte und Strategen, und für alle, die merken, dass sie in einem Denkmuster feststecken.

So arbeitest du damit

  1. Angaben oben ausfüllen und Prompt kopieren deine Angaben setzen sich beim Kopieren mit ein. Den Prompt selbst kannst du dabei frei ändern — kürzen, ergänzen, umschreiben.
  2. In dein Tool der Wahl einsetzen.
    1. Kopiere den Skill-Text oben über den Kopieren-Button.
    2. Klicke auf dein Profilbild und wähle „Skills“.
    3. Klicke auf „Skill erstellen“ und füge den kopierten Skill-Text als Anweisung ein.
    4. Passe bei Bedarf Eingaben, Ausgaben und das gewünschte Format an.
    5. Speichere den Skill — er ist sofort in allen Chats verfügbar.
    OpenAI Dokumentation: Skills in ChatGPT
  1. Die Ur-Annahme zuerst lesen: Sie ist der Boden, auf dem alles andere steht – und die Ebene, die am weitesten von deinem eigenen Satz entfernt liegt. Fühlt sie sich fremd an, hakt eine der Ebenen darüber.
  2. Jede Ebene auf ihren Beleg abklopfen: Der Validierungs-Check sagt, worauf eine Annahme beruht. Die Ebenen, bei denen dort nur Gewohnheit oder Branchenüblichkeit steht, sind die wackeligen.
  3. Eine loslassbare Annahme wirklich loslassen: Der Freiheits-Test wirkt erst, wenn eine der neuen Möglichkeiten als Termin oder Aufgabe irgendwo steht. Sonst bleibt die Analyse ein interessanter Text.
  4. Die Landkarte in die Runde geben, die entscheidet: Eine Ur-Annahme, die nur du kennst, ändert nichts an gemeinsamen Entscheidungen – sie wirkt erst, wenn die anderen ihr widersprechen können.
  5. Zur Routine machen: Vor jeder größeren Festlegung eine Überzeugung durchleuchten, die dabei mitspielt – am besten die, die niemand mehr begründet.
  6. Wenn es hakt: Ebenen wiederholen sich statt tiefer zu gehen (Überzeugung als einen einzigen Satz fassen, nicht als Thema), Analyse bestätigt nur (auf dem Validierungs-Check bestehen und nach Gegenevidenz fragen), Ur-Annahme klingt beliebig (Kontext nachtragen, er steuert die Richtung der Grabung).
  7. Ausbauen: Dieselbe Überzeugung aus Sicht eines Wettbewerbers analysieren, die Ur-Annahme nach vier Wochen erneut prüfen, die Landkarten mehrerer Entscheidungen nebeneinanderlegen.