Wie die Haus Cramer Gruppe KI aus der IT in die bringt

Die Brauereigruppe hinter Warsteiner hat KI von einer persönlichen Initiative zu einem strategischen Hebel gemacht. Dafür baut sie an zwei Stellen zugleich: Tiefe an der Spitze und 25 Mitarbeitende in der AI FIRST School.

Branche
Brauereigruppe
Mitarbeitende
rund 1.000

Über das Unternehmen

Die Haus Cramer Gruppe mit Sitz im sauerländischen Warstein ist ein Familienunternehmen, das seit 1753 mit der Familie Cramer verbunden ist. Zur Gruppe gehören bekannte Biermarken wie Warsteiner, Paderborner, Herforder, König Ludwig und Isenbeck. Rund 1.000 Mitarbeitende arbeiten für die Gruppe.

  • seit 1753

    mit der Familie Cramer verbunden

  • 5

    Biermarken, von Warsteiner bis Isenbeck

  • rund 1.000

    Mitarbeitende

Ausgangssituation

Die Haus Cramer Gruppe hatte große IT- und Digitalisierungsvorhaben auf dem Tisch, von der Migration auf SAP S/4HANA bis zur Automatisierung von Prozessen. KI lief zunächst parallel und wurde vor allem persönlich getrieben: von Karsten Rösener, der als CDO und CIO der Gruppe IT, Digitalisierung und KI verantwortet. Er trieb das Thema neben dem Tagesgeschäft voran, am Wochenende und im Urlaub.

Allgemein zugängliche Weiterbildungsformate gaben einen Einstieg, aber nicht die Tiefe, die diese Rolle braucht.

Zugleich sollte KI nicht in der IT bleiben. Die Gruppe wollte das Thema strukturierter angehen und in den Fachbereichen verankern. Deshalb startete sie einen internen AI Campus mit Kolleginnen und Kollegen aus IT und Fachbereichen, unter dem Leitgedanken „Mut zur Veränderung“. Damit standen zwei Fragen im Raum:

Wie kommt die KI-Verantwortung selbst auf das nötige Niveau? Und wie wird daraus Kompetenz in der Organisation?

Was wir zusammen gemacht haben

  1. Die Haus Cramer Gruppe arbeitet mit AI FIRST auf zwei Ebenen, die ineinandergreifen: an der Spitze und in der Breite.

  2. An der Spitze: Tiefe im AI FIRST Collective. Als KI-Verantwortlicher baut Karsten Rösener im Collective sein Niveau gezielt aus und bleibt an der Spitze der Entwicklung. Dazu gehören:

    • der direkte Austausch mit anderen KI-Verantwortlichen, die vor denselben Fragen stehen, als Sparring auf Augenhöhe
    • Live-Sessions und Aufzeichnungen, die sich flexibel in einen vollen Kalender einbauen lassen
    • eine Wissensbasis mit erprobten Prompts und Impulsen, aus der konkrete Ansätze direkt in die eigene Arbeit gehen
    • ein Newsletter auf hohem fachlichem Niveau mit regelmäßig neuen Denkanstößen
  3. Den Unterschied macht der offene Charakter der Community: Wissen und Prompts werden ohne Konkurrenzdenken geteilt. Dieser Austausch hat nach seiner Aussage „wahnsinnig viel gebracht“.

    „Jeder teilt völlig offen seine Prompts. Jeder teilt sein Wissen sehr, sehr offen.“

    Karsten Rösener, CDO/CIO, Warsteiner
  4. In der Breite: 25 Mitarbeitende in der AI FIRST School. Damit KI-Kompetenz in die Breite kommt, setzt die Gruppe auf die AI FIRST School. 25 Mitarbeitende durchlaufen das Programm und bauen systematisch Anwendungswissen auf. Aus ihnen wächst ein Kreis von KI-Champions, der das Thema eigenständig in die Fachbereiche trägt und dort weitergibt.

  5. Wie weit das trägt, zeigt ein Kollege aus dem Fachbereich: Er hat das Programm durchlaufen, leitet heute Hackathons und arbeitet beim KI-Thema auf Augenhöhe mit der IT.

    „Der ist wirklich fit. Der macht die Hackathons und kann auf Augenhöhe mitarbeiten, weil er sich in das Thema reingefräst hat.“

    Karsten Rösener, CDO/CIO, Warsteiner
  6. Die School beantwortet dabei auch eine Führungsfrage, die mit dem Tempo der KI wichtiger wird: die Skillerhaltung, also wie Mitarbeitende mit der Entwicklung dauerhaft Schritt halten.

  7. AI FIRST deckt so beide Ebenen ab: Tiefe für die Person, die das Thema verantwortet, und ein strukturiertes Programm für das Team, das es in die Fachbereiche trägt.

Was heute anders ist

KI ist bei der Haus Cramer Gruppe von einer persönlichen Initiative zu einem strategischen Hebel geworden. Ihr CDO und CIO sieht darin den Wettbewerbsvorteil, der die übrigen IT- und Digitalisierungsthemen in den Schatten stellen wird.

  • Die Kompetenz ist eine andere.

    Bei allen, die die School durchlaufen haben, ist der Kompetenzsprung im Arbeitsalltag unmittelbar spürbar.

  • KI ist in den Fachbereichen angekommen.

    Dort wirken KI-Champions, die Hackathons tragen und das Thema eigenständig vorantreiben.

  • Die Führung geht voran.

    Der CDO und CIO nutzt KI selbst und lebt sie sichtbar vor.

Felix Schlenther und Karsten Rösener vor dem Büdchen mit Warsteiner-Schild

„Bei allen, die das Programm durchlaufen haben, merkst du es im Gespräch sofort: Das ist eine andere Kompetenzebene.“

Karsten RösenerCDO/CIO, Haus Cramer Gruppe

Was ihr davon mitnehmen könnt

KI wird im Unternehmen breit wirksam, wenn die Verantwortlichen selbst in die Tiefe gehen und zugleich ein Team ausbilden, das das Thema in die Fachbereiche trägt. Bleibt selbst am Ball und baut gezielt KI-Champions aus den Fachbereichen auf, statt KI allein der IT zu überlassen.

Was bei Warsteiner geklappt hat, geht auch bei euch.

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