Wie MOSOLF KI von null auf 500 Nutzerinnen und Nutzer gebracht hat
Eine selbst geschriebene Strategie, ein kleines Kompetenzteam und das AI Collective als Abkürzung: Heute arbeiten rund 500 Mitarbeitende auf einer zentralen KI-Plattform, Hackathons sind ein festes Format, die IT macht sie für alle über 80 Mitarbeitenden zur Pflicht, und viele Führungskräfte wollen selbst Vorbild sein.
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Über das Unternehmen
Die MOSOLF Gruppe mit Hauptsitz in Kirchheim unter Teck ist ein international tätiger Systemdienstleister der Automobilindustrie. Seit der Gründung 1955 bietet sie maßgeschneiderte Logistik-, Technik- und Servicelösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Heute beschäftigt die Gruppe rund 3.500 Mitarbeitende an über 50 Standorten.
rund 3.500
Mitarbeitende an über 50 Standorten
Ausgangssituation
MOSOLF hat seine KI-Strategie selbst geschrieben, ohne externe Berater und von einem weißen Blatt aus.
Mitte 2024 gab es bei MOSOLF noch kein offizielles KI-Tool. Den Anfang machte ein Artikel im Mitarbeitermagazin, der erklärte, was KI überhaupt ist. Der nächste Schritt war eine Strategie: Ende 2024 entwickelte das neu gegründete AI Competence Team eine KI-Strategie für die Gruppe. Getrieben haben das Felicitas Peukert und Jochen Seubert, die das Team mitgegründet haben. Erprobte Vorlagen für eine solche Strategie gab es damals kaum. Sie ging durch Vorstand und Aufsichtsrat und passt bis heute.
Damit stand MOSOLF dort, wo viele Unternehmen stehen: Die Richtung ist beschlossen, im Alltag hat sich noch nichts verändert. Offen war, wie eine Strategie auf Papier im ganzen Unternehmen zum Leben kommt. Viele Grundlagen für die Arbeit mit KI musste das Team erst schaffen. Selbst Begriffe wie Systemprompt oder Markdown erklärte es damals noch mit eigenen Folien, damit die Kolleginnen und Kollegen mitkommen.
Was wir zusammen gemacht haben
Im AI Collective hat MOSOLF gefunden, was für die Umsetzung fehlte: Werkzeuge, erprobte Formate und den Vergleich mit Unternehmen in derselben Lage.
Seit Mai 2025 ist das Kompetenzteam dabei, mit zwei Zielen: das eigene KI-Wissen gezielt aufbauen, statt ständig selbst nach links und rechts zu schauen, und sehen, wie andere Unternehmen vorgehen. Daraus wurden vier Bausteine, die das Team direkt bei MOSOLF eingesetzt hat:
Ein Werkzeugkasten statt eines leeren Blatts. Vorlagen und die Bibliothek mit Agenten gaben dem Team einen schnellen Start. Sie haben es selbst an MOSOLF angepasst, mussten aber nicht bei null anfangen. Allen voran der Prompt Engineer: Er macht aus losen Anweisungen strukturierte Prompts und ist bei MOSOLF bis heute im Einsatz, auch in den Hackathons.
Erprobte Formate. Die Idee für das Ambassador-Programm kam aus dem Austausch im Collective; das Team hat es nach einem Treffen auf kurzem Weg gestartet. Das Hackathon-Format mit Rollenprofil, Kontextprofil und Agent Builder hat das Team zuerst selbst im Collective durchlaufen und dann auf MOSOLF übertragen.
Argumente aus der Praxis anderer. Lange galt bei MOSOLF: Wer eine Lizenz will, braucht zuerst einen Use Case. Die Erfahrungen anderer Unternehmen aus dem Collective halfen dem Team zu begründen, warum es umgekehrt besser funktioniert: Menschen zuerst ins Ausprobieren bringen, daraus entstehen die Use Cases. MOSOLF hat die Reihenfolge daraufhin umgedreht.
Impulse für Plattform und neue Themen. Von Langdock hörte das Team zum ersten Mal in einer Collective-Session. Expertensessions zu Vibe Coding und KI-Video öffneten zusätzlich neue Anwendungsfelder. Nach der Session zu Vibe Coding hat sich ein Teammitglied gleich am nächsten Tag eingearbeitet; seitdem ist es sein Schwerpunkt.
Was AI FIRST damit möglich gemacht hat, ist vor allem Tempo. Das Team konnte ausprobieren, was bei anderen schon funktioniert hatte, statt jedes Format selbst zu erfinden.
Bei den IT Days von MOSOLF hielt AI-FIRST-Gründer Felix Schlenther einen Vortrag. Danach war bei vielen Führungskräften klar: Wir müssen jetzt selbst Vorbild sein.

Was heute anders ist
Seit dem Einstieg ins AI Collective im Mai 2025 ist bei MOSOLF aus einer Strategie auf Papier ein KI-Programm mit eigener Plattform, festen Formaten und wachsender Nutzung geworden:
Eine zentrale KI-Plattform.
Das Kompetenzteam startete mit Testlizenzen für Langdock, bald kamen die Champions dazu, die schon viel mit KI arbeiteten. Danach hat MOSOLF Langdock zur KI-Plattform Nummer eins gemacht. Über 500 Mitarbeitende arbeiten heute darauf, und bei der Nutzung gibt es nur eine Richtung: nach oben.
Hackathons als Motor.
Bereits 15 Hackathons hat das Team in 2026 durchgeführt. Auch Teilnehmende, die vorher keine Berührung mit KI hatten, gehen mit einem eigenen Use Case oder sogar einem eigenen Agenten heraus, weil sie zuerst Rollen- und Kontextprofil anlegen und die KI damit ihre Arbeit kennt. Die Teamleads der IT haben beschlossen, dass alle über 80 Mitarbeitenden der Abteilung einen Hackathon durchlaufen.
Ambassadors in den Fachbereichen.
Das Ambassador-Programm aus knapp 40 Ambassadors trägt KI in die Teams.
Der Funke springt auf die Führung über.
Ein Geschäftsführer bekam eine KI-Lösung gebaut und fragte, wie lange das gedauert habe. Die Antwort, eine Dreiviertelstunde bis eine Stunde, überzeugte ihn: Hier muss das Unternehmen mehr tun.
Der nächste Schritt ist klar:
Die Mitarbeitenden sollen nicht nur chatten, sondern ihre eigenen Prozesse mit KI neu denken und selbst Lösungen bauen können.
„Es ist schwieriger zu sagen, was sich nicht verändert hat. Wir sind bei null gestartet, ohne offizielles Tool und ohne Blueprint. Heute arbeiten rund 500 Kolleginnen und Kollegen auf unserer KI-Plattform, in unseren Hackathons bauen selbst Leute ohne Vorerfahrung ihren ersten Agenten, und bei der Nutzung gibt es nur eine Richtung: nach oben. Das AI Collective hat uns dafür den Werkzeugkasten, erprobte Formate und den Austausch mit anderen gegeben. Ob wir das ohne diese Abkürzung so schnell geschafft hätten, bezweifeln wir.“
Was ihr davon mitnehmen könnt
Eine gute Strategie braucht vor allem ein Team, das sie umsetzt, und vielfältige Formate, die anderswo schon funktioniert haben. Wer die Menschen zuerst ins Ausprobieren bringt, findet die besten Use Cases dort, wo gearbeitet wird.
Was bei MOSOLF geklappt hat, geht auch bei euch.
- Ihr wählt aus, wen ihr ausbilden wollt
- Angebot und Programm-PDF kommen per Mail
- In 30 Minuten gehen wir alles durch und legen den Start fest
Wen wollt ihr ausbilden?
- Zertifikat für jede Person
- Für die KI-Kompetenzpflicht nach EU AI Act
- Arbeiten in eurem freigegebenen KI-Tool
- Unabhängig: Langdock, Copilot, Gemini, Claude