Das Ende des “KI-Mitarbeiters”

Das Ende des “KI-Mitarbeiters”

Exklusive Keynote: Wie wir 25 KI-Agenten abgeschaltet haben und seitdem mehr schaffen als je zuvor.

Felix Schlenther
Felix Schlenther

CEO & Gründer

AI FIRST

Anhören
0:00
0:00

Herzlich Willkommen zu den AI FIRST Insights! 2025 nutzte ich zwischen Weihnachten und Neujahr die ruhigen Stunden und reflektierte unser Jahr bei AI FIRST. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon seit einigen Monaten das Gefühl, dass du wahrscheinlich auch kennst: Irgendwie hinten dran zu sein, was unser internes KI-Setup angeht.

Das Gefühl war eher diffus, als dass ich es richtig hätte beschreiben können.

Wir waren 3 Menschen und 25 KI-Agenten, die wir in klaren Rollen mit festen Aufgaben, einer sauberen Datenbasis und allen notwendigen Systemzugängen ausgestattet hatten. Für uns waren das Kollegen, die uns geholfen haben 10x in 2025 zu wachsen. Ich beobachtete allerdings schon länger, wie mit jedem neuen “KI-Mitarbeiter” zusätzlicher Aufwand entstand.

Ähnlich wie bei menschlichen Teams, die immer größer werden, entstanden auch bei uns Wissensinseln, Silos und immer mehr Koordination zwischen den KI-Agenten.

Ende 2025 setze ich für Q1 2026 das Ziel, diese Aufwände zu reduzieren, indem wir KI-Führungskräfte in diese Organisation einziehen, die wiederum die Arbeit der anderen KI-Agenten steuern und überwachen. Meiner Meinung nach war das die intellektuelle Nuss, die wir knacken mussten. Bis dahin hatten zwar viele über autonome Multi-Agenten-Systeme gesprochen, aber ich hatte noch kein Setup gesehen, was bis auf etwas Marketing-Content in komplexen Prozessen funktionierte.

Der Kurs war gesetzt, doch es sollte anders kommen.



Der Moment, der meinen Blick auf KI für immer verändert hat

Wir machten uns an die Arbeit und definierten, wie die nächste Skalierungsstufe unserer Organisation mit KI-Agenten aussehen sollte.

Mittendrin kam am 05. Februar 2026 Opus 4.6 raus und pulverisierte alle Benchmarks. Das Modell brachte agentische Fähigkeiten mit, die es in der Form nicht gab. Es konnte stundenlang eigenständig an komplexen Aufgaben arbeiten und sich währenddessen selbst kontrollieren.

In diesem Moment haben wir ein einziges Experiment gemacht, das meinen Blick auf die Anwendung von KI in Unternehmen komplett verändert hat. Am folgenden Tag haben wir unseren Plan weggeworfen, 25 “KI-Mitarbeitern” gekündigt und ein System gebaut, das bis heute der operative Motor unseres Unternehmens ist, über 100 Prozesse auf vollständigem Kontext ausführt und jeden Tag dazulernt.

Diese Geschichte habe ich das erste Mal vor 3.000 Menschen auf der Main Stage der data:unplugged erzählt und teile heute die vollständige Keynote mit dir.




Alte Playbooks funktionieren nicht mehr

Wer KI heute noch wie ein Werkzeug benutzt oder in die Rolle eines digitalen Mitarbeiters steckt, wird schon bald merken, dass diese Ansätze aus einer alten Welt stammen - die Welt, die wir kennen.

Wer Playbooks von früher auf KI anwendet, überträgt menschliche Limitierung auf eine Technologie, die diese Grenzen auflöst. Im KI-Zeitalter gelten längst andere Regeln.

Wir müssen aufhören, unser Unternehmen darauf zu optimieren, dass Menschen darin gut arbeiten können. Stattdessen müssen wir anfangen unser Unternehmen so umzubauen, dass auch KI darin optimal für und mit uns arbeiten kann.

Der erste Schritt dahin ist, KI Zugriff auf all das zu geben, was auch wir benötigen um unseren Job gut ausführen zu können. Der zweite Schritt ist, dass wir unsere Arbeitsweise verändern.

Wir machen nicht mehr die Arbeit, sondern bauen das System, das die Arbeit macht.

Das mentale Modell dahinter beschreibe ich im Video.

Die Umsetzung treiben wir mit 120 KI-Verantwortlichen im Collective. 95% der Plätze für Juli sind vergeben. Ab September geht’s weiter. Trag dich hier auf die Warteliste ein.



Neue Grenzen des Möglichen

Vor 4 Monaten war meine These:


Wenn KI Zugriff hat auf…

  1. Alles, was wir können (Prozesse)
  2. Alles, was wir wissen (Daten)
  3. Alles, was wir nutzen (Tools)
  4. Alles, was wir einhalten (Regeln)


… dann kann KI so gut wie jede digitale Arbeit so ausführen, wie wir sie ausführen würden.


4 Monate später kann ich diese These bestätigen.


An dieser Stelle werde ich oft gefragt, was dann noch für uns bleibt. Und ich kann sagen: mehr als genug. Je mehr Arbeit KI uns abgenommen hat, desto schneller haben wir ambitioniertere Projekte aufgerissen, mehr Zeit mit Kunden verbracht und die Qualität in allem was wir tun gesteigert.


Nächste Woche ziehe ich für einige Zeit zurück nach Berlin, um vor Ort mit meinem Team das bisher größte Projekt für AI FIRST auf die Straße zu bringen. Eine Idee, die ich seit über einem Jahr im Kopf trage, aber nie das Vertrauen und die Kapazität für die Umsetzung hatte. Die letzten 4 Monate haben uns diese Kapazität gegeben.


Wer KI richtig nutzt, verschiebt die Grenze des Möglichen immer weiter.

Die nächsten Updates folgen in den kommenden Monaten hier und auf Youtube.


Bis dahin,

Felix


P.S. Wenn du das Mandat für die KI-Transformation in deinem Unternehmen hast und mit mir, meinem Team und 120+ anderen KI-Verantwortlichen zusammenarbeiten willst, dann trage dich im AI Collective auf die Warteliste ein, um einen der nächsten freien Plätze zu bekommen.


Registriere dich kostenlos,
um den Artikel zu lesen.

Zugriff auf
vollständige Insights
Zugang zu
Hub-Werkzeugen
Kommentiere
und diskutiere mit
Sammle Favoriten
an einem Ort