Felix: [00:00:00] willkommen zum AI-First-Podcast. Ich habe heute Jasmin Weimüller von der BASF zu Gast.
Jasmin ist AI-Enablement-Lead und treibt die Themen Datenanalytics und AI voran insbesondere mit dem Aufbau einer internen Akademie. Und wir werden heute tief in das Thema eintauchen, wie kann man eigentlich das notwendige Wissen Zu den Themen Daten und künstliche Intelligenz im Unternehmen demokratisieren und in alle Bereiche und Teams bringen.
Und Jasmin, vielen Dank, dass du dir dafür die Zeit nimmst.
Jasmin Weimüller: Hi Felix, ich freue mich total, heute hier zu sein.
Felix: Begriff AI Enablement habe ich zumindest noch nicht oft gehört als eine Funktion im Unternehmen und den meisten Zuhörer wird es wahrscheinlich ähnlich gehen. Klär uns doch mal auf, was heißt der Begriff und was machst du in der Rolle?
Jasmin Weimüller: Ja, also die BASF ist ja auch ein globales Unternehmen und ich hoffe, ich halte mich heute auch ein bisschen zurück mit englischen Begriffen und [00:01:00] würde erst mal anfangen zu sagen, also to enable someone heißt ja jemanden befähigen. Das heißt, man kann das Thema auch... Im Prinzip übersetzen mit, wie befähigen wir denn eigentlich Mitarbeiter zu dem Thema Daten und Künstliche Intelligenz und ich glaube, warum das Thema manchmal so ein bisschen in den Hintergrund gerät, ist, dass viele das als so ein Soft-Skill-Thema abstempeln, ja, so Trainings Lernkompetenzen, ja, machen wir vielleicht mal, wenn am Ende noch ein bisschen Budget übrig ist und das ist wirklich so mir auch ein wichtiges Anliegen, dass das aus dieser Ecke rauskommt und ja, entscheide ein Unternehmen und auch die Mitarbeiter verstehen, Das ist kein sag ich mal, Soft-Skill-Thema sondern wenn die Mitarbeiter nicht wissen und, sag ich mal, die ganz tollen Applikationen und Tools nicht nutzen können, weil sie nicht verstehen wie oder wofür oder auch vielleicht denen gar nicht vertrauen, ja, dann bekomme ich kein Return on Investment auf diese Investition und das ist, glaube ich da tut es dann spätestens weh [00:02:00] weil man dann einfach wirklich ein ganz hartes Profit-Loss-Thema hat.
Felix: Ich kann dem nur zustimmen Wenn ich gerade mir so den Einsatz von insbesondere generativer KI in Unternehmen anschaue, dann ist überhaupt nicht die Herausforderung, die Tools zur Verfügung zu stellen oder Use Cases zu finden. Das ist meistens gar nicht das Problem. Das Problem ist, die Leute dahinter zu bekommen und tatsächlich in die Nutzung zu bringen.
Und wie du schon sagst erst damit realisiere ich halt die Produktivitätsgewinne oder Mehrwerte für das Unternehmen, nicht durch das Hinstellen eines Tools oder Ähnlichem.
Jasmin Weimüller: und von meinem Hintergrund bin ich Ja eigentlich techie at heart, das heißt, ich bin ja als Data Scientist zur BASF gekommen, habe ursprünglich mal Wirtschaftsinformatik und auch Data Science studiert und ich habe aber relativ schnell gemerkt, dass, ja, wie gerade gesagt, es ist nicht die Schwierigkeit, eine tolle Applikation zu entwickeln, das hat auch natürlich ganz andere Herausforderungen, aber daran liegt es meistens nicht, wenn ein Projekt scheitert sondern es scheitert daran, sage ich mal, die Mitarbeitenden mitzunehmen und am [00:03:00] Ende auch so Sag ich mal, die Applikation so einzusetzen, dass sie auch den Erfolg erbringt oder die Veränderung erbringt, die man sich dahinter ausgerechnet hat und gerade diese langfristigen Veränderungen, ja, also man sagt ja auch, du musst irgendwie, um da erstmal deine Rituale und deine Gewohnheiten zu ändern, da musst du wirklich dranbleiben und ich glaube, das ist wirklich das wichtigste Thema, woran wir jetzt im Bereich gerade KI arbeiten und als BASF sind wir jetzt auch nicht die, die ein eigenes vielleicht Modell entwickeln müssen, ja, aber Wo wir auf jeden Fall sicherstellen möchten, ist auch unsere Mitarbeitenden mitzunehmen
Felix: Ja und da gehen wir gleich mal rein. Ihr das wirklich ganz konkret macht, weil ich glaube, diese Frage, die ist in ganz, ganz vielen Köpfen in der Geschäftsführung gerade, wie man da eigentlich vorgehen kann. Vorab nochmal kurz so ein bisschen, wie sich dieses Thema bei euch entwickelt hat. Ich kann mir vorstellen und vermute jetzt einfach mal, dass ihr nicht erst vor zwei Jahren angefangen habt, eine Akademie zum Thema KI aufzubauen, sondern euch das Thema schon länger beschäftigt Begleitet [00:04:00] und wahrscheinlich auch mit den Daten angefangen hat.
hat sich das Thema bei euch entwickelt über die Jahre?
Jasmin Weimüller: Ja Felix, das hast du voll wirklich den Finger in die Wunde gelegt. Nein, wir haben vor ungefähr zweieinhalb Jahren wirklich intensiver mit dem Thema gestartet und ich glaube, das Thema Kompetenzaufbau, Daten, gerade im Datenbereich ist schon älter als das, aber wir haben es bis, Dahin glaube ich, nicht So strukturiert als eine interne Verantwortung empfunden, sondern es gibt ja auch wirklich viele Lernanbieter von LinkedIn Learning, Microsoft Learn, Udemy for Business und so weiter, ja, aber ich glaube, es ist schon nochmal ein anderer Reifegrad als Organisation zu sagen, wir müssen uns auch wirklich mit einem internen Team dahinter klemmen und auch den Leuten verständlich machen, was ist jetzt für Sie konkret bei der BASF wichtig und Sie dabei unterstützen in diesem Wirklich Dschungel an Lernangeboten und ich glaube, daran mangelt es wirklich nicht, aber für sich die relevanten Learnings rauszusuchen und vor allem auch, sage ich mal, zu [00:05:00] priorisieren denn die Leute haben natürlich auch was anderes zu tun, als sich nur mit Data und AI-Learnings zu beschäftigen.
Das heißt, ganz konkret haben wir im Prinzip vor knapp zweieinhalb Jahren angefangen das Thema Daten und KI in unserer internen Akademie zu verankern. Und ursprünglich ist das entstanden aus der, auch wiederum aus der technologischen Sicht, mit dem Gefühl, Projekte laufen besser, wenn wir es schaffen, irgendwie so diese zwei großen Parteien, die Tech-Experten und die, auf der anderen Seite so ein bisschen die Unternehmens-Domänexperten Ja, zueinander zu bringen.
Und das heißt gegenseitiger Empathieaufbau, sowohl was ist für die andere Person wichtig, aber natürlich auch so ein bisschen mehr zu verstehen, weil im Business auf welche KPIs kommt es drauf an und auf der Business-Seite ein Gefühl dafür zu entwickeln, was brauche ich denn überhaupt für ein gutes KI-Projekt oder für Datenanalyse und was heißt das überhaupt.
Und da war eigentlich die Idee geboren, von der Data und der AI [00:06:00] Academy zu sagen, eigentlich aus der technischen Community heraus, Möchten wir es schaffen, unseren internen Business-Partnern und quasi unseren internen Kunden, ich bin verankert bei uns in der IT, ja Kompetenzen beizubringen und damit quasi das gegenseitige Verständnis zu erhöhen.
Und ich würde sagen, wir haben das so ein bisschen als ein, wahrscheinlich wie ganz, ganz viele Unternehmen vielleicht auch immer noch, als ein Side-Thema empfunden oder so ein Nebenthema empfunden und spätestens denke ich, mit dem Herauskommen von JetGP Team November 2022, Sollte jedem klar gewesen sein, das kann kein Nebenprojekt bleiben.
Wir haben glücklicherweise schon Anfang 2022 angefangen, das stärker aufzuarbeiten. Ich habe dann damals Teamführung übernommen und gesagt, bei mir bleibt das kein Nebenthema wir bauen das richtig auf.
Felix: verrückt was JetGPT in allen Bereichen für einen Katalysator Ja, also was das für eine Schwungkraft in das Thema gebracht [00:07:00] hat. Okay, und du hattest jetzt gesagt, dass ihr vorher auch schon Weiterbildungsangebote hattet ja, auf gängigen Online-Plattformen dann gab es wahrscheinlich Budgets, dann konnten sich die Leute selbst informieren und sich passende Angebote raussuchen.
Verstehe ich das richtig so?
Jasmin Weimüller: Genau. Ich glaube, das ist die Grundlage, wie es auch bei vielen anderen Unternehmen läuft. Man hat irgendwie so? große Anbieter und dann hat jeder irgendwie Zeit und es bleibt etwas in der eigenen Verantwortung natürlich, das dann auch zu tun. Und ganz oft ist dann vielleicht das Thema Daten und Datenanalyse oder auch dann später KI war, glaube ich vor drei, vier Jahren nicht das Ziel Prio-Thema für viele Mitarbeiter, vor allem nicht in einem produzierenden Unternehmen wie jetzt die BASF.
Und ich glaube, das hat sich wirklich geändert, dass wir kriegen unglaublich viele Anfragen und sind eigentlich sehr froh dass wir uns seit Mitte 2022 viel besser darauf eingestellt haben, auch diese Nachfrage einfach zu bedienen. Und das hat geändert Wir haben ursprünglich dann wirklich [00:08:00] angefangen mit sehr vielen Einzelanfragen bezüglich, hey, ich bin in der und der Rolle, ich stehe gerade an Punkt A, wie schaffe ich es denn, an Punkt B zu kommen, könnt ihr mir mal quasi eine personalisierte Lernempfehlung geben, ja, und dann haben wir angefangen mehr eigene Inhalte auch zu produzieren, Ja.
Das heißt, Präsentationen aufzunehmen und aufzuarbeiten und damals war das Team wirklich noch, eigentlich ein reines Data Science Team, kannst du dir vorstellen, das heißt, wir haben das wirklich mit Experten gestartet und glaube ich waren deswegen inhaltlich sehr stark und inzwischen stehen wir aber an einem ganz anderen Punkt, dass wir gesagt haben, wir müssen wirklich ein größeres Team dahinter klemmen und auch ganz andere Kompetenzen dahinter vereinen und das bedeutet eben auch Kompetenzen mehr in Richtung Pädagogik, wie baue ich überhaupt ein gutes Training auf?
Inzwischen bin ich auch sehr happy, dass wir einen internen Quasi-Curriculum-Owner haben, der wirklich vollzeit sich darauf konzentriert unser Portfolio weiterzuentwickeln, was wir für [00:09:00] verschiedene Zielgruppen zur Verfügung stellen. Und vor zwei, drei Jahren habe ich das quasi noch so on the side gemacht, habe mal am Wochenende geschaut was könnte gut sein, was sollten wir reinbringen?
Und das kann so natürlich nicht weiterlaufen.
Felix: Ja, aber lass uns genau da mal einsetzen. Also was nimmt man jetzt in so eine Akademie mit auf? Schon Daten alleine riesiges Thema, da könnte man ja wahrscheinlich hunderte Stunden an Lernmaterialien dort füllen oder Themen dafür finden oder hat die KI noch dazugenommen nochmal das gleiche das schaut sich ja dann am Ende auch keiner mehr an, also was findet man jetzt in eurer Akademie?
Jasmin Weimüller: Ja, sehr, sehr gut. Also ich glaube, erstmal ist es wichtig, nach unterschiedlichen Zielgruppen zu differenzieren, Ja,
und auch mal festzulegen, was sind denn eigentlich Inhalte und Kompetenzen, die in die breite Menge kommen Gehen sollen und eigentlich wirklich bei jedem verankert werden sollen, also Stichpunkt oder Stichwort AI Literacy, so eine Art Grundausbildung und was sind dann vielleicht darüber hinaus spezifische Inhalte [00:10:00] für unterschiedliche auch Zielgruppen oder Rollen was sollen vielleicht gesondert nochmal Führungskräfte mitnehmen oder auch zu sagen, welche Trainings oder welche Kompetenzen sehen wir denn auch bei unseren Data und AI Experten und auch die Experten in ihrem, sag ich mal, in ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen.
Also erstmal haben wir diesen zielgruppengerechten Einstieg quasi, das heißt, weil eben auch bei uns mittlerweile das Portfolio so weit gewachsen ist, zu sagen, Okay such erstmal deinen richtigen Einstieg und dann gliedern wir das Ganze im Prinzip an eine Matrix, einmal nach Themen und einmal nach Lernformaten und ich glaube, das ist ganz wichtig, denn jeder Mensch hat, glaube ich, auch unterschiedliche Bedürfnisse, Was das eigene Lernen angeht Manche lernen super gut mit, okay, einfach nur Liese verstehen, denen kannst du irgendwie große Artikel geben, denen kannst du ein PDF-Handbuch geben mit 20 Seiten, damit kommen die super klar.
Andere wollen das aufbereitet haben in Videos. Andere hören super. gern Podcasts um sich [00:11:00] weiterzuentwickeln, was natürlich super ist. Und ja, was wir auch ganz oft als Feedback gerade am Anfang dann zurückbekommen haben, war, ich würde doch einfach nur gerne mit einem Mensch reden, der sich zu dem Thema auskennt.
ich glaube, das ist auch ein ganz wichtiges Verständnis. Man kann ganz viel irgendwie selbstorganisiert machen, aber auch bei einem Thema wie KI ist es wichtig, einfach mal zu sagen, wir setzen uns mal kurz zusammen und hören uns mal an, um was geht es dir eigentlich? Und daraus wurde dann irgendwann dieser Gedanke des Coachings geboren, also auch wirklich, sage ich mal, ein 1 zu 1 Match.
machen zwischen jemanden auf der Unternehmens-Domänen-Experten-Seite und jemand, der sich wirklich gut zu dem Thema Daten oder KI auskennt. Und ja, das war das Coaching. Am Anfang lief das wirklich eins zu eins. Du kannst dir vorstellen, mit steigenden Anfragen mussten wir Da auch flexibel sein und das umorganisieren.
Aber im Grunde haben wir immer noch drei Haupt-Lern-Formate selbst organisiert On-Demand-Learnings E-Learnings Videos, Lese und Artikel, [00:12:00] dann das Coaching-Konzept, wir nennen das bei uns auch Guided Learning, das heißt, wir nehmen die Leute an die Hand, wir machen das strukturiert und im Prinzip der dritte Teil, das ist dann so eine, sag ich mal, Zusatz, das sind einfach große Events, AI-Community-Treffen, Hacker-Fans, Prompter-Fans, wo die Leute einfach zusammenkommen können und mit ihren ja, mit ihren Kollegen und Kolleginnen lernen können.
Felix: Okay super. Da gehen wir gleich nochmal auf ein, zwei Punkte davon ein. Ich will aber einmal zum AI Literacy zurückkommen, denn die EU hat uns ja beschenkt mit dem EU AI Act, wo drinsteht Dass jedes Unternehmen, was künstliche Intelligenz einsetzt, Grundkompetenzen sicherstellen muss bei den Mitarbeitenden.
So, das steht da jetzt erstmal so drin und es ist jetzt den Anwenderunternehmen überlassen, wie man jetzt damit umgehen soll. Was bedeutet denn für euch diese Grundkompetenz? Ich nehme immer gern das Wort KI-Führerschein. Ich sage ja, jeder im Unternehmen sollte eine [00:13:00] Theoretisches Grundwissen haben und praktisches Grundwissen, um mit den KI-Lösungen, die es im Unternehmen geht, zu verstehen.
Was steckt dahinter? Wie ist die Funktionsweise? Worauf kann ich es anwenden? Was ergeben sich für Chancen und Risiken daraus? Aber auch, was muss vorne eigentlich rein, damit hinten was Gutes rauskommt? Und wie kann ich sicherstellen, dass ich damit sicher und verantwortungsvoll bin Arbeiten kann. So, das ist jetzt mal eine sehr, sehr allgemeine breite davon, aber vielleicht kannst du uns mal so ein bisschen mehr ins Detail mitnehmen, was ihr darunter versteht und für Inhalte aufgebaut habt.
Jasmin Weimüller: Ich finde die Analogie des Führerscheins eigentlich eine sehr sehr gute. Vielleicht mit dem Zusatz, dass man auch wirklich sicherstellen muss, dass es vielen, vielen Leuten zugänglich ist und sag ich mal, die Eintrittshürden relativ natürlich auch gering zu halten. Und also A, der Artikel 4, der genau angesprochene Artikel der tritt Anfang Februar nächsten Jahres 2025 in Graf Also auch nicht mehr viel Zeit und deswegen sind wir auch [00:14:00] sehr, sehr froh ja, rechtzeitig unser Team, sag ich mal, professioneller aufgestellt zu haben und im Prinzip auf diesen Ansturm auch vorbereitet zu haben.
Und ich glaube, Grundkenntnisse, ja, und das ist jetzt wieder natürlich sehr viel Auslegungssache und da fragen sich eben genau viele Unternehmen, was bedeutet das und was ist überhaupt ausreichende Kompetenzen? Und... Wie wir es aufgestellt haben, ist im Prinzip zu sagen, wir möchten erstmal drei Themen oder drei Module relativ breit in die BASF tragen.
Und das ist erstmal eine Einführung in das Thema KI, also was bedeutet überhaupt künstliche Intelligenz Auch so ein bisschen natürlich erstmal die Ängste wegnehmen, was ich da auch immer gerne mit dazu packe zu so einer Einführung ist natürlich auch zu sagen, hey, KI ist vielleicht jetzt erst bei euch in den letzten Jahren in die Aufmerksamkeit gekommen, aber eigentlich sind die grundlegenden Pfeiler für KI im letzten Jahrhundert gelegt worden.
Und ich glaube, das zeigt auch manchmal, dass da einfach [00:15:00] sehr, sehr viel dahinter steht, was jetzt nicht in die breite Öffentlichkeit gerät. Und mal so einen Einblick zu geben, wie hat sich das eigentlich entwickelt und warum ist genau jetzt, sag ich mal, auch der Zeitpunkt, wo auf einmal ein Thema wie generative KI wirklich so aufgeblüht ist, das hilft schon mal ein bisschen mehr auch Vertrauen und ja, Verständnis für das Thema zu schaffen, also das ist so das erste Modul Einführung in KI, auch zu sagen, was bedeutet KI?
KI für die BASF. Wir sind ein Chemiekonzern ja, wir sind nicht Google oder Microsoft, aber trotzdem sehen wir natürlich unglaublich viel Potenzial für künstliche Intelligenz bei der BASF, aber ich glaube, das ist wichtig, den Leuten zu verstehen, was bedeutet das konkret für uns und für dich in deiner Rolle.
So, das ist Modul 1. Und Modul 2 ist genau das, was du gesagt hast. Die Leute nicht nur... Theoretisch an die Hand zu nehmen, sondern auch wirklich so die Lust zu machen, ich probiere das jetzt mal aus, wir zeigen euch, welche Applikationen dafür bereits zur Verfügung stehen, probiert es aus, [00:16:00] so macht ihr gute Prompts und diese Woche hatte ich wiederum eine Präsentation und ich habe, glaube ich, das beste Feedback bislang zurückbekommen aus der Präsentation, also es war einfach nur, dass Die Kollegin sagte, seitdem ich euer Prompt-Engineering-Workshop gemacht habe, bekomme ich endlich das als Antwort, was ich mir vorgestellt habe von den Assistenten sowohl im BASF-Umfeld, als auch im privaten Kontext Und ich glaube, und dabei diese Freude in den Augen zu sehen von der Kollegin, das ist, glaube ich, wirklich so das schönste Feedback, was du für so ein Training bekommen kannst, wenn die sagen, einfach jetzt kriege ich das, was ich will und ich bin nicht frustriert sondern ich habe einfach Bock, noch mehr damit zu erreichen.
Also das ist unser Modul 2. Wie gehe ich effektiv mit einem zum Beispiel Chatbot um und bekomme auch über Prompt Engineering die Ergebnisse, die ich erwarte, kann aber auch Limitationen wie zum Beispiel Halluzinationen reduzieren und in Grenzen halten. Und Modul 3, und das ist wahrscheinlich für viele so ein bisschen das, ich will jetzt gar nicht sagen trockenste [00:17:00] Thema, aber was natürlich oft als, sag ich mal, ein bisschen leidig empfunden wird, das Ist wie gehe ich überhaupt mit dem Thema verantwortungsvoll im Umgang also Ethische KI, aber auch dem Thema Cyber Security um.
Und das sind ganz, ganz wichtige Themen. Und das nimmt auch erstmal vielen Mitarbeitern die Ängste überhaupt zu sagen, hey, bevor ich irgendwas falsch mache, mache ich es vielleicht gar nicht und deswegen ist genau so ein Modul auch als, sag ich mal, so eine Abrundung wichtig, auch zu zeigen, wir nehmen das Thema Ethik ernst, wir haben ethische Grundprinzipien für KI in der BSF entwickelt, wir arbeiten super eng mit unseren Arbeitnehmervertretungen, Legal, Cybersecurity, Risk Management zusammen und haben da so eine ganze Kommission quasi dahinterstehen Und einfach auch den Mitarbeitern das Vertrauen zu geben, wir kümmern uns darum und wenn dir irgendwas komisch vorkommt, gibt es auch einfach Stellen, wo man sich hinmelden kann, ja.
Und das ist, würde ich mal sagen, so ein gutes Startpaket und das erarbeiten wir auf verschiedene Arten Also, wir haben [00:18:00] auch klassische E-Learnings dahinterstehen, ja, aber wie gerade schon gesagt, wir machen auch ganz, ganz viele immer noch live oder virtuelle Präsentationen weil die Leute einfach doch gerne mit Leuten sprechen.
Felix: Ist das verpflichtend bei euch oder plant ihr das verpflichtend zu machen?
Jasmin Weimüller: Ja super, gute Frage. Wir haben da auch sehr, sehr lange intern drüber diskutiert Wie machen wir das? Wie gehen wir das an? Was wir jetzt für uns, sag ich mal, und ich möchte gar nicht sagen, dass das jetzt der beste Weg ist, aber ich kann einfach mal darstellen, wie wir das gemacht haben, war zu sagen, wenn wir breite Standard-Applikationen einführen, und das haben wir jetzt erst vor kurzem gemacht, dann versuchen wir die Chance zu nutzen, im Prinzip diese Standard-Trainings als verbindlichen Teil hinzuzufügen In den Aktivierungsprozess einzuhaken, sodass du quasi, wenn du an die Standardapplikation rankommen möchtest, führt einfach kein Weg an dieser Basisqualifikation vorbei, ja, und da sind natürlich auch, das ist erstmal ein Zeitinvest, aber wir finden, das ist der [00:19:00] richtige Weg, auch sicherzustellen, dass jeder, der dann auch diese Standardapplikation nutzt, einfach diesen Kontext, dieses Verständnis hat und auch einfach weiß, wie gehe ich effektiv aber auch sicher und verantwortungsvoll mit dem Thema um.
Felix: Standard-Applikation ist dann so ein BASF GPT oder Microsoft Copilot oder so
Jasmin Weimüller: Genau. Sowas in Richtung, Also, wir haben Microsoft Copilot natürlich auch evaluiert und, wir führen das auch breiter in der BASF ein und da haben wir es genau in den Aktivierungsprozess eingehakt und wir überlegen uns das auch für andere bereits verfügbare Standardapplikationen nachzuholen.
Und darüber hinaus ist auch das Training quasi global verfügbar und man kann sich das quasi auch unabhängig von irgendwelchen Applikationen einfach genehmigen.
Felix: Super Und dann hattest du gerade noch ein Format angesprochen, was ich gerne nochmal besser verstehen möchte, und zwar den Promptathon. Hackathon kennt viele wahrscheinlich. allem eher technisch. Viele Entwickler kommen zusammen, sperren sich zwei, drei Tage ein [00:20:00] und erarbeiten in kürzester Zeit neue Lösungen, die dann eventuell auch weiter in die Umsetzung gebracht werden können.
Wie lässt sich das jetzt auf Prompting übertragen?
Jasmin Weimüller: Ja ich glaube, das ist wirklich so das schöne Thema hinter generativer KI. Damit hat das Thema Künstliche Intelligenz aus der Tech-Nerd-Bubble rausgeschafft und ist auch in die breite Öffentlichkeit gekommen, in die Massenmedien gekommen und zieht jetzt auch ganz andere, ja, sag ich mal, interessierte Mitarbeiter hinterher und da ist die Promptofon, ist ein Promptofon im Prinzip die Möglichkeit zu sagen, ihr braucht gar kein tiefes Fachwissen, ihr müsst keinen Python programmieren, aber wir haben, sag ich mal, ein gemeinsames Ziel, wir möchten dieses Ziel erreichen, lasst uns doch mal gemeinsam an Prompts feilen und überlegen, wie weit kommen wir denn mit unseren internen oder auch zugekauften Standard-Applikationen einfach nur durch gutes Prompt-Engineering oder vielleicht auch einfach zu sagen, wir stellen vielleicht zuerst mal ein paar Konzepte vor, sowas wie [00:21:00] Chain-of-Thought-Prompting oder vielleicht noch Weiterführende fortgeschrittene Konzepte und geben euch ein paar Aufgaben und dann promptet ihr das mal zusammen oder ihr teilt euch auch in Teams ein und ihr promptet vielleicht im Wettbewerb ja gegeneinander und dann gibt es auch noch einen schönen Preis.
Also ich glaube, das ist so eine Art und Weise, wie man das Thema wirklich ähm Ja, Mitarbeitern rüberbringen kann und die auch motivieren kann und das muss kein Tagesevent sein, da reicht auch mal ein Vormittag und wenn man das sogar schafft vielleicht das nicht nur virtuell sondern auch noch live irgendwie in Präsenz zu schaffen, dann hat das natürlich auch nochmal den schönen Effekt des Networkings und die Leute mal wieder ein bisschen mehr zusammenzubringen.
Felix: Ja super. Ich liebe das Format auch. Wir haben das mal bei einem Kunden, die haben so einen AI-Day organisiert Da waren dann 150 Mitarbeiter vor Ort und wir haben nur 30 Minuten als Slot gehabt dafür und haben gesagt, In den 30 Minuten könnt ihr alle AI-Tools verwenden, die [00:22:00] öffentlich verfügbar sind, tobt euch aus, bitte nur keine personenbezogenen Daten oder irgendwelche Geschäftsgeheimnisse reinladen und in eurem Team müsst ihr jetzt in den 30 Minuten eine Lösung oder einen Workflow, der ein ganz konkretes Problem in eurem Bereich oder Team entwickelt Löst und danach auch weiter genutzt werden kann.
Das waren so die Spielregeln dafür. Und das war unfassbar, was nach diesen 30 Minuten alles an Prototypen Piloten da war. Dann haben das alle Wir hatten noch irgendeinen Preis, gab es am Ende noch. Und das war total inspirierend was in 30 Minuten mit dem was... Schon verfügbar ist, was jeder Mensch einfach nutzen kann, möglich ist.
Sehr sehr cooles Format um auch mal so ein bisschen Schwung da reinzubekommen.
Jasmin Weimüller: Ja, ich glaube, also im ersten Schritt ist es wichtig, überhaupt die Leute für das Thema begeistern zu können. Ich glaube, in diesem Status sind bereits sehr, sehr viele und vielleicht sogar schon weiter, ja, dass man sich [00:23:00] dann auch überlegt, wie kann ich jetzt diese Applikation für mich in meinem Arbeitsalltag nutzen.
Das wäre dann schon, sage ich mal, Schritt zwei und dann irgendwann natürlich auch strukturierter zu werden in dem Umgang mit solchen Tools. Das ist natürlich auch sehr wichtig und das ist halt, Wirklich auch eine Lernreise wie man so schön sagt, das passiert nicht über Nacht und deswegen muss man es auch wirklich schaffen, dass natürlich die Leute dranbleiben bei dem Thema und auch nicht frustriert sind, wenn Prompt X am Anfang noch nicht klappt oder auch wenn gewisse Funktionalitäten noch nicht vorhanden sind und deswegen ist es mir auch ganz, ganz wichtig, wenn Wir zum Beispiel Präsentationen haben Oder auch Trainings vor Ort geben, einfach auch realistisch zu sein und ganz klar über auch Erwartungshaltung zu sprechen und zu zeigen, was geht auch heute noch nicht und gleichzeitig aber auch die Motivation zu schaffen, aber schaut doch noch mal in einem Monat in zwei Monaten rein und einfach ein Gefühl dafür zu geben, wie schnell sich In diesem Bereich die Applikationen und die Kompetenzen weiterentwickeln.
Und ich glaube, dieser Realismus ist ganz, ganz wichtig, vor allem in einer [00:24:00] Kultur wie jetzt der BASF und auch einem sehr traditionsreichen Unternehmen, einfach um auch den Leuten klarzumachen, wir wollen hier kein Oversinning machen, wir wollen einfach euch dazu befähigen, diese Tools für euch in eurem Arbeitsalltag zu nutzen und am Ende ein positives Ergebnis für die BASF zu erwirtschaften
Felix: Wir haben jetzt schon mal über die Grundlagen gesprochen. Was sind denn so fortgeschrittene Module oder in welche Richtung denkt ihr da weiter? Weil du hast es ja gesagt, die Technologie dreht sich fünfmal schneller weiter als der Rest der Erde. Immer neue Möglichkeiten, die irgendwie eingeordnet werden müssen und wo man irgendwie am Ball bleiben muss.
Gleichzeitig muss man die Fähigkeiten und Kompetenzen im Team ja auch schrittweise aufbauen. Wie denkt ihr darüber nach, das von den Grundlagen dann auch weiterzuentwickeln?
Jasmin Weimüller: Ja, also ich glaube, nach den Grundlagen ist es erstmal wichtig, Sich die Zeit zu nehmen, auch zum Beispiel in seinem Team oder in seiner Organisation nochmal zu reflektieren und [00:25:00] sagen, was sind denn die Prioritäten in unserem Team oder auch der Organisation, was sind eigentlich auch unsere Herausforderungen im Arbeitsalltag und wo sehen wir auch Potenzial für KI, also nach, sag ich mal, diesem Grundlagenteil, der ja ein bisschen generischer gestaltet ist, einfach zu dem Schritt zu kommen, was bedeutet KI für mich in meiner Organisation, in meinem Arbeitsalltag oder auch ganz explizit für meine Rolle.
Das sehe ich so als den nächsten Schritt. Und ich glaube, auch hier können wir als Akademie oder müssen wir auch als Akademie quasi entweder Materialien oder Hilfe oder in irgendeiner Form einen Prozess zur Verfügung stellen, mit dem wir das auch skalieren können. Die BASF hat 110.000 Mitarbeiter. Und gerade, wir sehen auch schon natürlich, gerade mit diesen Live-Präsentationen kommen wir auch als Team einfach an unsere Grenzen und deswegen brauchen wir skalierbare Formate.
Und da sehe ich auch schon eine Mischung aus, sag ich mal, Materialien die man dann auch relativ leicht nehmen kann und zum [00:26:00] Beispiel auf sein Team, auf seine Organisation anpassen kann. Das sind Ideen die wir haben, um auch zusammenzuarbeiten Zu spezifisch darin Inhalten zu kommen oder auch gerade mit solchen Standardapplikationen einfach vielleicht zu priorisieren und zu sagen, wir haben eine Kapazität um uns nochmal vielleicht zehn Rollen näher anzuschauen und da auch wirklich ganz, ganz hart zu priorisieren, wo sehen wir den meisten Impact und den meisten Effekt hinter KI für eine gewisse Rolle.
Und das ist ganz klar natürlich vom Arbeitsalltag und von den Aufgaben abhängig Ja, ansonsten würde ich sagen, und ich glaube, das ist so eine ähnliche Diskussion wie viele Organisationen auch schon kennen, von der Citizen-Developer-Diskussion. Ich bin mir nicht sicher, ob wir irgendwann in den Bereich kommen, wo wirklich jeder einen eigenen KI-Chatbot bauen muss oder bauen sollte.
Also, ich glaube, wenn, dann wird das nicht, sag ich mal, der nächste Schritt sein, sondern ich denke schon, dass wir erstmal nochmal eine kleinere [00:27:00] Zielgruppe finden müssen, die wir auch nochmal mit erweiterten Fähigkeiten ausstatten und zu sagen, ihr seid nochmal sowas wie die Citizen AI Developer, ja, die dabei unterstützen, das Thema in die Organisation zu tragen, aber auch genau solche Chat with Data, zum Beispiel Applikationen relativ schnell umsetzen zu können und die Leute dabei zu unterstützen. Also ich glaube einfach nicht, dass wir jetzt schon an einem Punkt sind, wo wir einfach zu jedem Mitarbeiter sagen würden, baue hier mal dein Chatbot. Und ich glaube, das ist auch nicht sinnvoll in unserer Organisation.
Felix: Also es klingt alles toll, ihr das aufgebaut habt, auch Inhalte Ich bin total davon überzeugt dass euch das als Unternehmen weiterbringt. allem auch die Formate finde ich spannend. Also man hat das On-Demand-Inhalte E-Learning verankert das mit der Aktivierung von Lizenzen und der Applikationsnutzung und auch Sicherheit, aber auch produktive Nutzung sicherzustellen.
Dann hast du das Coaching-Mentoring, wo du nochmal in Sparing gehen kannst und hast dann noch so um das Ganze nochmal neu zu aktivieren und neue Impulse zu setzen mit Hackathons, [00:28:00] Promptathons, Community-Events Best-Practice-Sharing und so weiter. Also total runde Sache, finde ich. Jetzt... Haben aber die allermeisten Unternehmen in Deutschland, vor allem kleinere Unternehmen, kein Team, was sich darum kümmern kann und ja auch noch ein paar andere Themen auf dem Tisch und sind trotzdem mit dem AI-Act konfrontiert und mit dieser Anforderung diese Kompetenzen aufzubauen.
Was würdest du denn hier empfehlen, wie man jetzt vorgehen soll? Würdest du so etwas vom Markt einkaufen? Wenn ja, wo würdest du danach suchen? Würdest du empfehlen, das selbst aufzubauen? Weil du hattest ja auch angesprochen, dass ihr ein paar sehr spezifische Inhalte drin habt. Also was bedeutet das für die BASF?
Warum ist es wichtig? Was sind Anwendungsmöglichkeiten bei euch im Unternehmen und in den Rollen? Macht für mich total Sinn, das nicht zu allgemein zu halten. wie denkst du darüber nach?
Jasmin Weimüller: also ich hoffe wirklich, dass der Artikel 4 nicht dazu beiträgt, Unternehmen abzuschrecken [00:29:00] sich nicht Nicht mit KI, oder quasi abzuschrecken, sich mit KI zu beschäftigen. Also das ist wirklich meine große Hoffnung, dass es eher als Chance verstanden wird, oder sage ich mal, als einen positiven Faktor zu sagen, wenn du es machst, dann musst du die Mitarbeiter mitnehmen, ja.
Ich fände es aber sehr, sehr traurig wenn dann ein Mittelstandler sagen würde, ja dann mache ich es lieber gar nicht, wenn ich noch dieses Investment irgendwie tätigen muss. Und ich glaube, es gibt wirklich gute, Low-Level sag ich mal, Angebote auch zur öffentlichen Verfügung oder auch kostenlos verfügbar im Netz und ich glaube, was man nicht einem Unternehmen abnehmen kann, ist, dass sich zumindest vielleicht eine Person ein bisschen damit auseinandersetzt und, sag ich mal, so eine Abgrenzung macht, okay, das ist so der Rahmen, den ich mir vorstelle für eine Organisation, ja, weil Ich glaube, ohne diese, sage ich mal, Abgrenzung für das Unternehmen, da kann man sich vielleicht worst case auch einen Berater für eine kurze Zeit hinzunehmen ja, zur Unterstützung, wenn da wirklich keine [00:30:00] Kompetenzen im Unternehmen da sind.
Aber ich glaube, man kann, glaube ich mit relativ wenig Aufwand auch mit öffentlich zugänglichen Angeboten und Informationen, ich bin sogar der Meinung, es gibt Angebote vom deutschen Staat in die Richtung Künstliche Intelligenz und auch Bildung Und ich glaube, mit sowas würde ich erstmal starten Also, da braucht man auch kein fancy Coaching-Programm aussetzen, sondern vielleicht erstmal, das können auch sein, drei Videos, die jeder Mitarbeiter vielleicht sehen sollte, bevor man mit einer gewissen Applikation arbeitet, ja?
Und ich glaube, es ist gerade jetzt für den Mittelstand eine super Chance, sozusagen, wieder auch jüngere Talente zu gewinnen, die Bock haben auf das Thema Künstliche Intelligenz und diesen Talenten auch die Chance zu geben, sich mit dem Thema im Unternehmen zu befassen und ich glaube, da schlummern viele, viele, schlummert einfach viel Potenzial und wenn der Mittelstand sagen würde, hey, wir wollen das, wir haben gerade noch keine Kompetenzen, aber wenn...
Wenn du das bei uns machen möchtest, ja, dann [00:31:00] geben wir dir hier eine Chance. Ich glaube, da können sich ganz, ganz tolle Karrieren daraus entwickeln, aber ich glaube, die Zusammenfassung ist, schaut mal, was es auch im frei verfügbaren Internet gibt. Natürlich muss man da die Nutzungsbedingungen checken das ist ganz wichtig, gerade als kommerzielles Unternehmen.
Ja, aber ich glaube, da muss man keine Tausenden von Euro dafür ausgeben als Unternehmen, um so ein kleines Startup-Paket zur Verfügung zu stellen. Und Ich glaube auch, man muss das natürlich in den Kontext setzen. Der UAI-Act wird für ein Unternehmen wie die BSF vielleicht was anderes bedeuten weil da eine andere Erwartungshaltung dahinter steht, als vielleicht bei einem Mittelständler mit 75 Leuten.
Und ich glaube, das Wichtige ist einfach zu zeigen als Organisation, wir haben uns damit auseinandergesetzt, wir haben die ersten Schritte gemacht und das ist, wie gesagt, nichts, was man glaube ich, jetzt von über eine Nacht aufbauen kann, aber das als eine Reise auch wiederum zu verstehen und da auch, sage ich mal, dran zu bleiben und Kompetenzen nach?
und nach zur [00:32:00] Verfügung zu stellen, ich glaube, das ist das Wichtige was man als Unternehmen nun machen sollte, spätestens nun.
Felix: Hier eine Quelle, die ich super finde, ist der KI Campus. Die haben auch kostenlose Angebote mit einer sehr hohen Qualität auch wirklich fundiertes Wissen und Experten dahinter, die sich lange mit dem beschäftigen, vielleicht so als erster Einstieg Zu den Nutzungsrechten kann ich auch nichts Genaues sagen, aber vielleicht man da die Möglichkeit, schon mal so die Grundlagen mit abzudecken.
Jasmin Weimüller: Oder vielleicht auch einfach mal mit der lokal ansässigen Hochschule oder Universität zu sprechen und mal zu schauen, Kann da vielleicht auch über irgendwie eine Kooperation entstehen wo vielleicht entweder Studenten oder auch mal ein Professor vielleicht einfach mal einen Workshop zu einem bestimmten Thema gibt?
Also das, glaube ich das sollte man sich auch wirklich in seiner Umgebung ein bisschen umschauen. Und wenn man da vielleicht eine Hochschule in der Nähe hat, da vielleicht einfach mal auch nachfragen, ob es da Kompetenzen zu diesem Thema gibt. Und dann entstehen da vielleicht neue Kooperationen daraus [00:33:00] oder neue Partnerschaften.
Das fände ich vielleicht noch ein guter Ansatzpunkt.
Kurz in eigener Sache. Wenn dir der AI First Podcast gefällt und du mehr spannende Inhalte und hochkarätige Gäste hören möchtest, dann freue ich mich über deine Unterstützung. Mit einer Fünf-Sterne-Bewertung und einem Abo für den Podcast hilfst du uns sichtbarer zu werden und AI First weiterzuentwickeln.
Für dich und die gesamte Community. Ich danke dir.
Felix: Wie wichtig werden denn diese KI-Skills für zukünftige Karrieren auch sein? Meinst du das wird ein absoluter Basisskill werden, KI zu verstehen und im Arbeitsalltag richtig einzusetzen vor allem in der Typischen Bürojobs? Oder bleibt es ein Nice-to-have? So würde ich es jetzt eher noch ansehen. Ich glaube, jetzt es eher noch super, wenn wir jemanden finden, der diese Skills mitbringt.
In fünf Jahren steht es dann vielleicht schon in den Stellenausschreibungen zwingend KI-Skills gefordert. Was glaubst du?
Jasmin Weimüller: Ich würde dir [00:34:00] zustimmen Ich glaube, wir sind gerade in der Nice-to-have-Phase, was für den einen oder anderen auch eine super Möglichkeit sein könnte, sich gegenüber anderen Wettbewerbern oder Kandidaten irgendwie zu differenzieren und zu sagen, hey, ich kann das. Ich glaube, das könnte aktuell in manchen Bewerbungsprozessen wirklich der ausschlaggebende Punkt sein.
Ich glaube, dass wir relativ schnell in die Phase kommen werden, wo das doch als Commodity oder Standard angesehen wird. Also Man muss sich ja vorstellen, heute, wenn man ein Bewerbungsgespräch führt, fragt man in der Regel ja den Kandidaten auch nicht, kannst du mit Microsoft Teams umgehen oder hast du?
schon mal virtuelle Meetings gemacht, ne?
Und ich glaube, in diese Richtung werden wir auch zumindest mit so, dass man jemanden vor einen KI-Chatbot setzen kann und derjenige weiß, wie man Anfragen formuliert, ja, was man vielleicht so ein bisschen auch als Erwartungshaltung haben kann und das man natürlich kritisch hinterfragt Ich glaube, das sind solche Grundkompetenzen.
Davon können wir da in der Zukunft ausgehen, dass es Standard sein wird und [00:35:00] Das finde ich persönlich auch wichtig und ich glaube, irgendwann wird einfach diese Lücke zu groß werden. Also, wenn man sich jetzt nicht mit dem Thema KI beschäftigt, wird, glaube ich einfach irgendwann diese Kompetenzlücke stetig wachsen und irgendwann zu groß werden und dieser bisschen Point of No Return fast kommen und da einfach, sage ich mal, die Hürde so groß ist, sich jetzt noch in das Thema einzuarbeiten Und deswegen glaube ich es ist sehr wichtig, sich einfach frühzeitig damit zu befassen und ich glaube einfach nicht an diesen Late-Joiner-Effekt erstmal abzuwarten und zu gucken, sondern ich glaube einfach, du musst jetzt, wo die Hürden noch, sage ich mal, nicht so groß sind, noch machbar sind, deswegen auch als Organisation einfach frühzeitig anzufangen, ja, die Standard-Applikationen sind noch nicht Und perfekt, das werden sie auch wahrscheinlich nie sein, aber jetzt die Leute daran zu gewöhnen und zu zeigen, wie können sie damit schon mal arbeiten, das in den Arbeitsalltag zu integrieren und sich dann zu überlegen, in einem Jahr sind da wieder ganz andere Sachen möglich und die Leute sind dann gewöhnt die nutzen das einfach schon [00:36:00] und profitieren einfach automatisch von diesen erweiterten Kompetenzen, das ist doch eine gute Idee.
Felix: Ich würde sofort ein... KI-Case in meine Interview-Case-Study mit einbinden und sagen, hier ist dieses Thema, wie würdest du KI einsetzen, um das zu lösen? Wäre sicherlich spannend. Ich weiß gar nicht ich habe es noch von keinem Unternehmen bisher gesehen, die das machen, aber ich glaube, es wird mehr und mehr kommen.
Jasmin Weimüller: Ja, oder einfach zu sagen, als Teil, keine Ahnung, dieser Aufgabe, die du jetzt im Interview bekommst, geben wir dir die Möglichkeit, ein KI-Tool deiner Wahl zu nutzen. Also, und natürlich muss sich da die Art und Weise ändern, wie wir Aufgaben stellen oder wie wir Kompetenzen abprüfen. Das ist, glaube ich auch in dem Bereich Universitäten oder Schulen natürlich wichtig.
Weil man dann natürlich seine Art und Weise ändern muss, wie man Kompetenzen abprüft. Und ich glaube, das wird im Bewerbungsgespräch vielleicht auch ähnlich sein. Schon heute gibt es irgendwie Tools, da merkst du bei einem virtuellen Bewerbungsgespräch nicht, ob derjenige nebenbei irgendwie die Fragen eigentlich [00:37:00] gerade mit einem KI-Chatbot beantwortet und sofort in Echtzeit die Antworten zurückbekommt, ja.
Und deswegen, glaube ich muss man natürlich sich überlegen, wie möchten wir das in Zukunft auch abprüfen oder die richtigen Bewerber finden.
Felix: Jasmin, das klingt alles ganz großartig Wir durften viel von dir lernen. Meistens sind die Dinge ja aber doch nicht immer nur Sonnenschein und Regenbogen und alles funktioniert so wunderbar. Also rückblickend kann man das dann natürlich gut erzählen und ich bin mir sicher, dass du auch ein paar schwierigere Learnings gemacht hast oder ihr Herausforderungen auf dem Weg hattet um dahin zu kommen, wo ihr jetzt heute seid.
Was kannst du den Zuhörern noch mitgeben an Tipps Tricks Erfahrungen, damit sie die gleichen Fehler nicht aufmachen müssen?
Jasmin Weimüller: Oh ja, ich glaube, wir haben wirklich unseren Fair Share auf Learnings gemacht, also ein Beispiel hatte ich vorhin schon mal kurz erwähnt, war unser 1-zu-1-Coaching, was super gut angenommen wurde und dann irgendwie gefühlt über die Weihnachtspause [00:38:00] 2022 auf 2023, wo sich dann auch doch viele Leute mit dem Thema ZGBT befasst haben, kamen zurück und auf einmal war wirklich super, super viel Nachfrage für dieses 1-zu-1-Coaching da und wir, kleines Team, die eigentlich das noch damals nur mit einer gewissen Kapazität gemacht haben, ja, Wirklich komplett überfordert von der großen Nachfrage, gleichzeitig aber super leidenschaftlich dabei, um zu sagen, eigentlich wollen wir jede von dieser Anfrage auch wahrnehmen und irgendwie befriedigen können und da mussten wir einfach relativ schnell flexibel sein, umdenken und auch so ein bisschen auf die Verständnis von manchen Mitarbeitern hoffen einfach zu sagen, hey, wir haben unsere Prozesse, wir sind gerade dabei, das zu automatisieren, da gibt es jetzt vielleicht erstmal eine Warteliste, ja, aber wirklich einfach diese Flexibilität In seinem Portfolio aber auch in seinem Team zu haben, zu sagen, hey, wir müssen natürlich mitwachsen mit der Art und der Anzahl der Anfragen und dann auch zu akzeptieren, es wird am Anfang nicht alles smooth laufen.
Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig, sonst, [00:39:00] glaube ich, wird man da, kann man da unglücklich werden, wenn da eben mal was nicht so gut läuft. Was Ich auch nicht am Anfang gedacht hätte. Also, wie gesagt, wir kamen eigentlich aus einem reinen Data-Science-Team. Wir sind sehr, sehr international aufgestellt.
Dementsprechend auch sehr, sehr viele Kollegen, die jetzt zum Beispiel bei uns im Data-Science-Bereich kein oder nur wenig Deutsch sprechen. Wir kriegen aber natürlich sehr, sehr viele Anfragen gerade auch aus unserer deutschen Community. Und da hatten wir am Anfang wirklich auch teilweise Probleme, Sag ich mal, die Anzahl der Anfragen für eine deutsche Präsentation für deutsche Trainings auch nachzukommen, weil selbst unsere erweiterte KI-Community gar nicht so viele Kollegen hatte, die das in der sehr einfachen Sprache, ja, nicht jeder Experte kann das auch gut rüberbringen.
Das muss man auch einfach mal sagen. Man kann nicht einfach jeden Entwickler hinstellen oder jeden KI-Experten. Du brauchst schon irgendwie so einen Sweet Spot von Leuten, die auch ein Gefühl dafür haben, womit Wie überfahre ich eine Zuhörerschaft? Wie weit kann ich da [00:40:00] gehen? Und dann gleichzeitig eben wirklich der deutschen Sprache mächtig sind, damit da auch so eine sehr traditionsreiche Community teilweise abgeholt werden kann.
Und das sind so zwei Learnings wo wir einfach sagen, ah, wir brauchen Vollzeit-Trainer, die wirklich auch diese Kompetenzen haben. Die müssen?
sowohl sehr, sehr gute Fähigkeiten im Bereich KI und Data Science haben, um einfach manche Situation, manche Anfragen richtig einschätzen zu können, aber die brauchen gleichzeitig eine starke Pädagogik ja.
Und deswegen, das war so, glaube ich dieser Schritt zur Professionalisierung, den wir dann irgendwann gemacht haben Haben, wirklich die Kompetenzen und die Aufgaben auf verschiedene Leute zu verteilen, einen Vollzeit-Trainer zu haben, einen Vollzeit-Curriculum-Manager, Leute mit einer Learning-Training-HR-Historie einzustellen in unser Team und da wirklich so ein interdisziplinäres Team aufzubauen.
Und vielleicht das Letzte, zumindest wenn man in einem globalen Unternehmen arbeitet, man kann relativ viel [00:41:00] über virtuelle Meetings oder auch, sag ich mal, über Am Rande der Zeitzone zu arbeiten, aber es ist doch schön irgendwie sich dann auch global als Team aufzustellen und zu sagen, hey, wir haben hier auch jemand, der ist für die ganze Zone APEC zuständig, der kennt die Kultur, der ist näher dran, da kann man vielleicht auch mal ein bisschen besser eine Reisetätigkeit vereinbaren, als auch wirklich diese globale Organisation bei uns im Team zu spiegeln und das haben wir jetzt inzwischen hingebracht und geschafft und ganz tolle Leute bei uns im Team eingestellt.
Felix: Super. Zum Ende holen wir hier im AI First Podcast immer noch das Fernglas in die Zukunft raus. Und mich interessiert was glaubst du, wird KI für uns bereithalten im Jahr 2025?
Jasmin Weimüller: Das ist eine superschöne Frage. Also was ist so ein bisschen in der, was liegt unter dem Weihnachtsbaum hinsichtlich
Felix: Darf mir was wünschen? Genau. Darf dir auch was wünschen?
Jasmin Weimüller: Aber ich darf mir auch was wünschen?
Okay, sehr gut. Also ich glaube, es ist keine Frage, [00:42:00] ob KI eine Rolle spielen wird, sondern wirklich das, inwiefern oder in welchem Umfang. Und ich glaube, das war teilweise auch wirklich Überzeugungsarbeit, die wir am Anfang leisten mussten, erstmal den Leuten verständlich zu machen, dass es jetzt nicht wie bei Blockchain ist Was ja auch unglaublich gehypt wurde und dann aber irgendwie auch bisschen, zumindest für die meisten, in der Versenkung verschwunden ist.
KI ist here to stay, deswegen müsst ihr euch damit befassen. Also da habe ich überhaupt keine Zweifel dass wir uns damit beschäftigen und ich denke auch, dass die Nachfrage und die Motivation grundsätzlich weiterhin auch nächstes Jahr noch wachsen, obwohl es auch jetzt schon auf einem hohen Niveau ist, aber ich glaube, da ist immer noch Potenzial nach oben oder immer noch Wachstum auch drin.
Ich glaube, und ich fange mal von technischer Sicht an, ich glaube, dass wir grundsätzlich auch kleinere Modelle sehen werden. Also, ein bisschen in die Richtung smaller Language Models und ich denke, dass wir weiter diesen Trend sehen, einfach doch wieder mehr Fokus auf Datenqualität [00:43:00] zu liegen. Also, am Anfang ist das ja entwickelt quasi mit einfach einer unglaublichen Datenmenge aber nicht unbedingt vielleicht mit super kuratierten oder ausgewählten Daten und ich glaube, dass man für Für den Einsatz im Unternehmen natürlich viel, viel mehr auch, sag ich mal, andere Architekturen setzen muss, wo man auch die eigenen Daten verwendet und da natürlich auch sehr, sehr stark auf die Datenqualität achten muss im Unternehmen.
Und ich glaube, insgesamt das Thema Agenten und Aktionen auszuführen also nicht nur irgendwie eine Antwort zurückzubekommen, das ist toll, sondern das direkt damit erstmal auch Gerne Basisfunktionalitäten oder Basisaktionen ausgeführt werden können, wo vielleicht dann der Nutzer einfach nur noch bestätigt ja, genau so führe das aus.
Ja, ich glaube, dass diese Bestätigung immer noch wichtig ist, gerade im Unternehmensumfeld. Die Verantwortung bleibt beim Nutzer, aber ich glaube, das könnte eine große Erleichterung zu sein, nicht nur eine Antwort, sondern auch gleich einen Vorschlag für eine Aktion zu bekommen, die man dann auch gerne sofort ausführen [00:44:00] kann.
Also dieses ganze Thema Agentic AI, glaube ich werden wir nächstes Jahr nochmal einiges stärker sehen.
Felix: Wenn das alles kommt, wird euch im AI-Enablement auf jeden Fall nicht langweilig werden. Jasmin, vielen Dank dass du uns Heute mal mitgenommen was zum beispiel von basf wie ihr eure mitarbeitenden fit macht für die themen und daten glaube das kann man super ableiten auch auf kleinere unternehmen und hat jetzt gute insights gegeben wie man hier auch diesen anforderungen vom eu auf eine pragmatische art und weise Gerecht werden kann und trotzdem einen Mehrwert für die eigenen Teams bietet.
Wer von euch noch mehr von Jasmin hören möchte, hat Glück, denn sie hostet auch einen Podcast, der heißt Diaries of a Data Scientist. Hört da unbedingt mal rein, sonst findet ihr sie auch auf LinkedIn und ich bedanke mich recht herzlich bei dir für deine Zeit.
Jasmin Weimüller: Danke Felix.